Das Gefängnis Laufen hat eine Frischzellenkur hinter sich

Das hundertjährige Gefängnis war seit 2001 geschlossen - nun nimmt es der Kanton wieder in Betrieb. Es ist für 300'000 Franken umgebaut worden.

Eine Gefängniszelle in Laufen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine Gefängniszelle in Laufen. SRF

Der Kanton Baselland erlebt derzeit eine starke Zunahme von Einbrüchen. Die Gefängnisse im Kanton platzen aus allen Nähten. Aus diesem Grund hat die Baselbieter Regierung beschlossen, das Gefängnis Laufen wieder in Betrieb zu nehmen - 2001 war es aus Spargründen geschlossen worden.

Das Bezirksgefängnis Laufen wurde in den letzten Wochen für 300'000 Franken umgebaut. Dieses Geld wurde primär in die Sicherheit investiert. Am Freitag nimmt das Gefängnis seinen wieder Betrieb auf. Es bietet elf Haftplätze an und soll bis zur Eröffnung des Strafjustizzentrums in Muttenz im Sommer 2014 geöffnet bleiben. Der Betrieb bis dahin kostet 880'000 Franken.

Am Donnerstag führte der Baselbieter Sicherheitsdirektor Isaac Reber die Medien durch das 100 Jahre alte Gefängnis. «Die neuen Haftplätze sind für uns sehr wichtig», sagte er gegenüber dem «Regionaljournal» von Radio SRF. «Derzeit wenden unsere Leute viel Zeit dafür auf, Gefängnisplätze für Verhaftete zu finden. Diese Zeit sollen sie lieber in die Ermittlungen stecken.»

Probleme mit fehlenden Haftplätzen gibt es auch in andern Kantonen, so sind auch die Gefängnisse in Basel-Stadt überfüllt. Isaac Reber betonte denn auch, dass er eng mit andern Kantonen, namentlich dem Kanton Basel-Stadt, zusammen arbeite. So werden im wiedereröffneten Gefängnis in Laufen voraussichtlich bald auch Untersuchungshäftlinge untergebracht, die von der Kantonspolizei Basel-Stadt festgenommen wurden.