Naturhistorisches Museum Basel «Das wird etwas ganz Neues»

  • Im Museums-Neubau beim Sankt Johann können Besucherinnen und Besucher künftig unter anderem beim Präparieren von Objekten zusehen
  • Noch vor dem Spatenstich des Neubaus beim Bahnhof St. Johann geht Christian Meyer in Frühpension
  • Christian Meyer leitete das Naturhistorische Museum während 16 Jahren

Dass man im Naturhistorischen Museum an der Basler Augustinergasse einige Objekte anfassen kann, ist eine der Neuerungen, die Christian Meyer einführte. «Wenn man ein Objekt anfassen kann, dann erfährt man mehr darüber, man erfasst es besser», sagt er. Noch immer gebe es aber viele wertvolle Präparate, die weiterhin hinter Glas ausgestellt würden.

«  Wenn man ein Objekt anfassen kann, dann erfährt man mehr darüber, man erfasst es besser. »

Christian Meyer
abtretender Leiter des Naturhistorischen Museums Basel

Neuerungen erwartet Meier auch im Neubau im Sankt Johann, dessen Eröffnung er allerdings nicht mehr als Leiter des Museums erleben wird. Meyer geht nämlich lange vor dem geplanten Spatenstich in zwei Jahren in Pension.

Man könne sich aber auf ein Museum freuen, das ganz neu sei, sagt er: Die Besucherinnen und Besucher können zwischen Dauerausstellung und Sammlung hin- und hergehen und so auch den Leuten, die im Museum arbeiten, über die Schulter schauen. «Das ist etwas ganz Neues», sagt Meyer. Man könne Leute beim Präparieren von Objekten zusehen, oder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie sie versteinerte Tintenfische umher schieben, nennt Meyer als Beispiele.

Meyer hat den Neubau und die inhaltliche Ausrichtung trotz Frühpensionierung aufgegleist. Dieses Konzept könne jetzt eine neue Person besser mit Inhalten füllen, findet er.

Fehlende Museumsstrategie

Kein Hindernis in seiner Arbeit sei die fehlende Museumsstrategie der Regierung. «Wir funktionieren auch ohne diese Museumsstrategie gut», sagt er. Dennoch erachtet er die Museumsstrategie als sinnvoll, weil sie Leitlinien definiere und weil die Politik sie wolle. «Die Museum sollten zusammen arbeiten, aber das tun wir auch ohne Museumsstrategie.»