Datenleck an der Universität Basel

Heikle Daten waren auf einer Webseite der Universität Basel zwei Wochen lang frei zugänglich, berichtet die NZZ. Es handelte sich um 1'500 Dokumente aus Bewerbungen für Professuren.

Rückseite eines Computers, mit entsprechendem Kabelsalat. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im digitalen Zeitalter ist der Schaden bei einem Fehler grösser. Colourbox

Zwei Wochen lang waren Dokumente aus Bewerbungsverfahren auf einer Seite der Universität Basel frei zugänglich. Die vertraulichen Dokumente seien aus Versehen in einen ungeschützten Bereich gekommen, sagt Matthias Geering, Kommunikationsleiter der Universität Basel gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Passiert sei dies bei der Neuinstallation einer Software.

Die Verantwortlichen der Universität haben 20 der betroffenen Dozenten und Professorinnen informiert. Doch es könne sein, dass im schlimmsten Fall mehrere hundert Personen betroffen seien. Wie es genau zum Datenleck kam, und vor allem wer an der Universität verantwortlich ist, sei noch unklar, sagt Matthias Geering. «Das ist Teil einer sehr genauen Abklärung, weil wir uns darüber bewusst sind, dass das ein sehr sensibler Bereich ist.»

Datenschützer informiert

Auch der Basler Datenschutzbeauftragte Beat Rudin wurde von den Verantwortlichen der Universität informiert. Es handle sich tatsächlich um heikle Daten, sagt Rudin. Wichtig sei, dass die Universität schnell reagiert habe, die Daten sofort vom Netz genommen und betroffene Personen informiert habe.

Wie sicher die Netzwerke der Universität Basel grundsätzlich seien, könne er nicht sagen, betont der Basler Datenschutzbeauftragte. Zuerst müsse er wissen, wie das Datenleck entstanden sei. Grundsätzlich sei das Internet für alle Institutionen eine Herausforderung und wie gross das Risiko sei mit heiklen Daten im Internet, das sei «erst in den letzten Jahren so richtig in den Köpfen drin.»

Schnelle Verbreitung im Internet

Fehler seien auch früher passiert, als noch alles auf Papier gedruckt wurde und man per Post und Telefon kommunizierte. Heute würden Daten aber schneller an die Öffentlichkeit gelangen und vor allem würden sie sich viel mehr verbreiten und sind so für eine grössere Öffentlichkeit zugänglich. Institutionen wie die Universität müssten darum alles tun, um ihre Systeme abzusichern, sagt Beat Rudin. Eine definitive Sicherheit gäbe es aber nie.