Der Basler Friedhof leidet unter Kundenmangel

Neue Angebote für Begräbnisse sollen dafür sorgen, dass wieder mehr Menschen auf dem Hörnli, dem grössten Friedhof der Schweiz, ihren letzten Frieden finden. Die Zahl der traditionellen Reihengräber ist in letzter Zeit zurückgegangen.

Marc Lüthi, Leiter des Bestattungswesens in Basel, neben dem Friedhof-Elektrobus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Marc Lüthi, Leiter des Bestattungswesens in Basel, neben dem Friedhof-Elektrobus. SRF

Ein Grab unter einem Gemeinschaftsbaum. Dies ist das neueste Angebot auf dem Friedhof Hörnli. Marc Lüthi, Leiter des Bestattungswesens in Basel, sagt: «Wir wollen den sich ändernden Bedürfnissen der Menschen entsprechende Rechung tragen.»

Aus diesem Grund versuche der Friedhof, sein Angebot immer wieder anzupassen. Lüthi räumt aber auch ein, dass passe gewissen religiösen Kreisen nicht unbedingt.

In letzter Zeit ist das Hörnli immer leerer geworden. Die traditionellen Reihengräber sind weniger gefragt als früher. Wohl auch deshalb, weil viele Angehörigen kein Grab wünschen, das regelmässig gepflegt werden muss.

Werbebotschafter für den Friedhof

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Friedhof am Hörnli

Der grösste Friedhof der Schweiz wurde in den Jahren 1926-1932 erbaut. Dort liegen auch einige bekannte Leute begraben, zum Beispiel die Theologen Karl Barth und Karl Jaspers oder der im 19. Jahrhundert lebende Kunsthistoriker Jacob Burckhardt.

Dass der Friedhof unter Kundenmangel leidet, bedauert Marc Lüthi. Er versteht sich und seine Aufgabe in diesem Zusammenhang durchaus auch als Werbebotschafter für das Hörnli. «Wir haben hier ein wunderbares Areal und wäre doch schade, wenn man es nicht sinnvoll nutzen würde», findet er.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)