Der entlassene BVB-Direktor Jürg Baumgartner wehrt sich

Er habe keine Mitarbeiterinnen sexuell belästigt, sondern lediglich anzügliche Bilder an eine Geliebte geschickt. Die neue Leitung der Basler Verkehrsbetriebe bleibt jedoch bei ihrer Version: Mehrere Mitarbeiterinnen hätten sich vom ex-Direktor bedrängt gefühlt.

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Bildlegende: Der entlassene BVB-Direktor Jürg Baumgartner wehrt sich. Keystone

Kein Tag ohne eine neue Wendung in der Affäre um die Basler Verkehrsbetriebe. Nun meldet sich erstmals der entlassene BVB-Direktor Jürg Baumgartner zu Wort - respektive sein Anwalt. In der «Basellandschaftlichen Zeitung» erklärt der Anwalt: Baumgartner habe keineswegs anzügliche Fotos an x-beliebige Mitarbeiterinnen der BVB geschickt, sondern lediglich an eine Frau, mit der er eine Affäre gehabt habe. Die Frage nach der sexuellen Belästigung ist wesentlich, weil die neue BVB-Führung damit Baumgartners fristlose Entlassung begründet hat.

Die Frage lautet daher: Wie sicher ist sich die BVB-Führung, dass Jürg Baumgartner tatsächlich Mitarbeiterinnen belästigt hat?

Der neue Verwaltungsratspräsident Paul Blumenthal wollte hierzu am Dienstag keine Stellung nehmen. Auf Anfrage des «Regionaljournal Basel» von Radio SRF liess er aber via Medienstelle schriftlich ausrichten: «Es liegen mehrere Hinweise auf Verfehlungen des ehemaligen Direktors vor, durch die sich Mitarbeiterinnen in ihrer persönlichen Integrität gestört fühlten.» Aus Rücksichtnahme auf die Betroffene erörtere man «keine Details in der Öffentlichkeit».