Der Sommer am Rhein fordert Basler Polizei

Ein Problem sind nach wie vor die Schwimmer, die sich nicht an die markierten Zonen halten. Aber auch an den vielen Grills finden nicht alle Gefallen.

Die Rhein-Polizei müsse regelmässig Schwimmer in Ufernähe dirigieren, die sich in der Fahrrinne der grossen Schiffe den Rhein hinuntertreiben liessen, sagt Polizei-Sprecher Andreas Knuchel. Die Zahl der Rheinrettungen habe in den letzten Jahren tendenziell zugenommen. Mit zehn Einsätzen liege 2015 allerdings leicht unter den Vorjahren.

Einen grossen Einsatz leistet im Sommer auch die Frühreinigung der Stadtreinigung. Diese startet ihre Tour um vier Uhr morgens und sammelt am Rheinbord rund 40 Tonnen Abfall pro Woche ein.

Zum Sommer gehören auch die Gastronomie-Betriebe mit Boulevard-Bewilligung und die Buvetten. Deren Zahl hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und lag letztes Jahr bei 314. Immer wieder für Ärger sorgen die zahlreichen Grills, die am Rheinufer zum Einsatz kommen. Viele Anwohner stören sich am Rauch, der von dort in ihre Häuser zieht. «Das ist ein Problem», sagt Rudolf Koehlin vom «Community Policing» Kleinbasel, «aber da kann man nichts machen, denn grillieren ist nicht verboten.»

Auch in den Parks wird viel grilliert. Hier leiden die Grünflächen. Falsches Grillieren führt zu Brandflecken im Rasen. «Wir empfehlen deshalb einen Mindestabstand zwischen Grill und Rasen von 30 Zentimetern», sagt Yvonne Allen, die Leiterin des Grünflächenunterhalts. Auf Plakaten in den Parks informiert die Stadtgärtnerei, was beim Grillieren beachtet werden muss. «Skill on the Grill» ist hier gefragt. Heisst: richtig grillieren will gelernt sein.