Dialektpäpste kämpfen um Erhalt der alemannischen Sprache

Die Dialekte in der Region sind in Bedrängnis: In Basel das Baseldytsch, im Elsass das Elsässische und in Südbaden das Alemannische. An einer Veranstaltung der Basler IG Dialekt haben sich drei Mundart-Experten für den Erhalt der gemeinsamen alemannischen Sprache stark gemacht.

Von links: Markus Manfred Jung, Yves Bisch und Beat Trachsler. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Von links: Markus Manfred Jung, Yves Bisch und Beat Trachsler. SRF

Die drei Dialektexperten, ein Bebbi, ein Waggis und ein Schwoob, schauen, was den Dialekt angeht vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Am Anlass der Basler IG Dialekt auf der Baseldytsche Bihni sind sich Beat Trachsler, Yves Bisch und Markus Manfred Jung aber einig, dass in ihren Regionen die gemeinsame alemannische Sprache in Bedrängnis ist.

Alle drei haben Hoffnung, dass sich die Situation wieder zum Besseren wendet. Junge Leute pflegen gerade in der Schweiz den Dialekt, mit Slampoetry, Spoken Word Poetry und Rap auf Baseldeutsch. Und auch Yves Bisch glaubt zu spüren, dass man im Elsass wieder vermehrt Elsässisch reden wolle. Für Markus Manfred Jung ist in Südbaden die ältere Generation gefragt, die mit den Jungen wieder vermehrt Dialekt reden sollte. Und nicht dem Irrtum verfallen sollte, dass die Kinder eine bessere Zukunft hätten, wenn sie von Kindsbeinen an Hochdeutsch sprechen.