Die Basler Jungbürgerfeier ist gerettet

Ab nächstem Jahr werden wieder alle 18-Jährigen eingeladen und zwar auch solche ohne Schweizer Pass. Das hat das Basler Präsidialdepartement zusammen mit den organisierenden Zünften und Gesellschaften ausgehandelt.

Die Jungbürgerfeier von 2012 im Basler Stadtcasino. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Jungbürgerfeier von 2012 im Basler Stadtcasino. zVg

Als vor einem Jahr der Basler Grosse Rat beschloss, dass die Jungbürgerfeier auch für Ausländerinnen und Ausländer geöffnet werden soll, bedeutete dies das Aus für den traditionellen Anlass. Denn der Vertrag zwischen Präsidialdepartement und den Organisatoren - den Zünften und Gesellschaften - wurde hinfällig. Und der bisherige Beitrag des Kantons von 60'000 Franken an die Organisation konnte nicht mehr ausbezahlt werden.

Jetzt steht fest: Ab 2015 gibt es wieder eine Jungbürgerfeier, die von den Zünften organisiert und vom Kanton unterstützt wird. Zudem wird der Kreis der Eingeladenen ausgeweitet: Auch ausländische 18-Jährige, welche die Einbürgerungskriterien erfüllen, dürfen teilnehmen. Das sei ein Kompromiss, den man mit den Zünften ausgehandelt habe, sagt Nicole von Jacobs, Leiterin der Fachstelle Diversität und Integration im Präsidialdepartement. Denn die Zünfte hatten bereits vor einem Jahr signalisiert, dass sie nicht bereit seien ein Fest für alle 18-Jährigen zu organisieren.

Der jetzt ausgehandelte Kompromiss werde von den Zünften voll unterstützt, sagt LDP-Grossrat Raoul Furlano vom Organisations-Komitee.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)