Die Hälfte der Basler Jugendlichen leidet unter Stress

Alle drei Jahre werden Basler Jugendliche zu ihrer Gesundheit befragt. Der Bericht zeigt, dass die Jugend körperlich im Grossen und Ganzen gesund ist. Bei psychischen Themen gibt es allerdings Probleme.

Ein Junge beugt sich über ein Buch Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rund die Hälfte der Basler Jugendlichen leiden unter Stress. Colourbox

Stress sei bei den Basler Jugendlichen eindeutig ein Thema. Rund die Hälfte der 15-16-jährigen leide darunter. Thomas Steffen, Basler Kantonsarzt, sagt dazu: «Das müssen wir genauer anschauen. Daran müssen wir in den nächsten Jahren arbeiten.» Es gehe darum, den Jugendlichen einen sinnvollen Umgang mit der Zeit beizubringen.

Ein weiteres Thema, das Thomas Steffen Sorge bereitet, ist das Selbstbild vieler Jugendlicher. Rund 40 Prozent der Mädchen und gut 10 Prozent der Jungen fühlen sich zu dick. «An jeder Ecke werden den Jugendlichen Bilder von Idealkörpern präsentiert. Es besteht die Gefahr, dass Jugendliche diese mit falscher Ernährung zu kopieren versuchen», sagt Steffen.

Es gibt aber auch erfreuliche Ergebnisse aus der Umfrage: Ein grosser Teil der Jugendlichen habe realistische Vorstellungen über psychische Erkrankungen. «Das wird ihnen auch im späteren Leben helfen», sagt der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen. Das sei der erste Schritt im Umgang mit psychischen Erkrankungen.

Die Umfrage zeigt auch, dass die jungen Baslerinnen und Basler körperlich im Grossen und Ganzen gesund sind. Das zeige sich zum Beispiel bei der Ernährung: Die Jugendlichen essen ausgewogener als noch vor ein paar Jahren. Rund die Hälfte der Jugendlichen essen jeden Tag Gemüse und Früchte - Fastfood steht viel seltener auf dem Menüplan.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)