Die Kunstsammlung Baselland ist das Bildergedächtnis des Kantons

Der Baselbieter SVP-Landrat Hans-Jürgen Ringgenberg möchte Werke aus der Baselbieter Kunstsammlung verkaufen und so die Kantonsfinanzen entlasten. Auch wenn der Vorschlag politisch keine Mehrheit gefunden hat, weckt er das Interesse für die Baselbieter Kunstsammlung, die über 4'000 Werke umfasst.

Charakteristisch für die Baselbieter Kunstsammlung seien die grossen Unterschiede zwischen den Werken, sagt die Kuratorin Dina Epelbaum. Die Gemeinsamkeit sei lediglich der Bezug zur Region. «Es ist eine Art Bildergedächtnis des Kantons.»

Und so stehen in diesem «Gedächtnis» in Liestal steht ein abstraktes Bild des Künstlers Karim Noureldin neben einem Holzstich des Baselbieter Malers Hugo Cleis, der einen historischen Vieh-Markt in Sissach darstellt. Während das Bild von Noureldin künstlerischen Wert habe, habe das Werk von Cleis mehr dokumentarische Funktion: «Es zeigt die ländliche Geschichte des Kantons Baselland. Es bildet das kulturelle Erbe der Region ab», sagt Epelbaum.

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Die Baselbieter Kunstsammlung

Die Sammlung wurde in den 1930er Jahren angelegt. Sie hat zum Ziel, das Kunstschaffen in der Region zu dokumentieren.

Bilder im ganzen Kanton verteilt

Die Sammlung umfasst insgesamt über 4'000 Werke. Darunter auch Bilder von namhaften Künstlerinnen und Künstlern, wie etwa von Meret Oppenheim. Der Wert der Sammlung sei kaum abschätzbar, dafür schwanke der Kunstmarkt zu stark, sagt Epelbaum. Insgesamt dürften sich die Werke aber auf einen Betrag von mehreren 100'000 Franken aufsummieren. Der grosse Teil der Sammlung - rund 70 Prozent - hängt im ganzen Kanton verteilt. Kantonsangestellte können sich Kunstwerke aussuchen und diese in ihren Büros aufhängen.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)