Die Reinacher dürfen nachts länger lärmen

In der Baselbieter Gemeinde Reinach gilt eine neue Nachtruheregelung. Anstatt bis um 22 Uhr darf man in Reinach nun bis 23 Uhr laut sein. Mit dieser Änderung möchte die Gemeinde den veränderten Lebensgewohnheiten der Einwohnerinnen und Einwohner gerecht werden - und damit Geld sparen.

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Bildlegende: In Reinach ist nun erst um 23 Uhr Schluss mit lärmen. Keystone

Eine Strassenumfrage des «Regionaljournals Basel» von Radio SRF zeigt: Die neue Nachtruheregelung in Reinach kommt bei den meisten Leuten gut an: «Je später desto besser», sagt ein junger Mann, aber auch die älteren Reinacherinnen und Reinacher sind mit der Änderung grösstenteils zufrieden. Auch wenn die wenigsten von der Änderung wussten, wie die Umfrage zeigt.

Neue Regelung spart Geld

Mit der verkürzten Nachtruhe reagiere man auf die veränderten Lebensgewohnheiten der Bevölkerung, erklärt der zuständige Gemeinderat Klaus Endress. Die Menschen seien, gerade im Sommer, am Abend gerne länger draussen. Es gebe aber noch einen weiteren Grund: Die neue Regelung verringere auch die Polizeieinsätze, denn wegen Nachtruhestörungen muss die Polizei nun erst um 23 Uhr ausrücken. Hier spart man in Reinach Geld.

Die verkürzte Nachruhe ist auch in anderen Gemeinden ein Thema: Muttenz, Oberwil, Ettigen, Therwil und Aesch, die bei der Polizeiarbeit mit Reinach zusammenspannen, diskutieren zurzeit über eine Änderung.

Nur leise Kritik

Kritik an der neuen Regelung gibt es nur wenig. Unter den Befragten stören sich zwar einzelne am abendlichen Lärm und halten wenig von der neuen Regelung. So auch eine junge Frau: «Wenn ich nach dem Feierabend nach Hause komme, möchte ich eigentlich meine Ruhe haben.» Für die meisten allerdings ist die Nachtruhe kein grosses Thema - ob um 22 oder 23 Uhr.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)