Die vielen Rheinschwimmer erschweren den Wasserfahrern das Leben

Vielleicht noch nie so viele Menschen sind in diesem Hitzesommer 2015 in und um Basel in den Rhein gestiegen - ein farbenfrohes Bild. Doch andere Wassersportlerinnen und -sportler leiden unter dem vollen Rhein.

Blick auf den Rhein mit vielen Schwimmern mit buntem Schwimmsack Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rheinschwimmer machen den Fluss bunt - den Wasserfahrern aber auch das Leben schwer. Keystone

Vermutlich noch nie so viele Menschen wie in diesem Hitze-Sommer sind in den Rhein gestiegen - in und um Basel herum. Das beinträchtigt aber andere, traditionelle Wassersportarten - vor allem das Wasserfahren.

Diese Athleten, die in ihren Weidlingen stehend rheinaufwärts stacheln und rheinabwärts rudern, mussten ihre Trainings wesentlich einschränken und einen Wettkampf sogar verschieben.

Heikle Situationen auf dem Rhein

Christian Senn, Präsident der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG), Sektion Basel, stellt fest: «Wenn ein Weidlingsfahrer rheinaufwärts stachelt und dann in Richtung Rheinmitte auf die Ruderstrecke wechselt, kann es schon zu heiklen Situationen kommen.»

Wegen dieser heiklen Situationen musste der Wasserfahrverein Fischer Club sein traditionelles Weidlingsfahren, das bis jetzt immer um den 1. August herum stattfand, auf den Herbst, nämlich den 3. Oktober verschieben. Für den Club bedeutet das aber auf jeden Fall eine Mindereinnahme.

Alle sind sich einig - im nächsten Frühling braucht es eine Mediation für den Rhein - bevor es wieder einen Hitzesommer gibt.

(Regionaljournal, 17.30)