Die Zukunft der Muba scheint ungewiss

Mehr als 20 Prozent weniger Besucher im 2015 als im Jahr zuvor - für die Basler Publikumsmesse ist das ein ernüchterndes Resultat. Analysen sollen helfen, herauszufinden, was sich potentielle Muba-Interessenten eigentlich wünschen. Aber die Messe kämpft noch mit weiteren Widrigkeiten.

Fassade mit Muba Logo und blauem Himmel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Muba 2015 machte unter anderem der blaue Himmel zu schaffen. Hansruedi Schär / SRF

Gut 132'000 Besucherinnen und Besucher zählte die Basler Mustermesse bei ihrer 99. Ausgabe. Das ist knapp ein Fünftel weniger als vor einem Jahr, als noch 163'642 Personen an die traditionelle Frühjahrsmesse kamen. Die Gründe für den massiven Rückgang sieht die Messe bei externen Faktoren wie dem schönen Wetter oder anderen Veranstaltungen. Auch die Problematik des starken Frankens habe das Ergebnis beeinflusst, vermutet die Messe.

Fragt man bei den Ausstellern nach, hört man, der Umsatz sei entsprechend zurückgegangen, zum Beispiel beim Basler Möbelgeschäft Möbel Rösch. Roberto Kurath, Geschäftsführer von Appenzeller Alpenbitter moniert, die Stimmung der Besucherinnen und Besucher sei sehr negativ gewesen: «Manche unserer Gäste spekulierten darüber, ob die Messe nach ihrer hundertsten Ausgabe im 2016 überhaupt noch weitergeführt wird.»

Auch Muba-Leiterin Kay Schmid räumt ein, es sei in diesem Jahr «nicht optimal» gelaufen, trotz zufriedenen Besucherinnen und Ausstellern. Sie verweist darauf, dass die Messe nun Geld in die Hand nimmt, um Ursachenforschung zu betreiben.

Suche nach dem richtigen Angebot

Bereits im letzten Herbst hat die Messe eine Analyse bei Besuchern und Nicht-Besuchern, Ausstellern und Marketingfachleuten eingeleitet, diese wird nun weitergeführt. Sie soll aufzeigen, mit welchen Angeboten die Messe bei einem breiten und auch jüngeren Publikum wieder attraktiver wird. Die Erkenntnis dieser Analyse soll bereits in die Jubiläums-Muba 2016 einfliessen. Die Jubiläums-Muba hat allerdings ein Problem: sie fällt mitten in die Fasnachtsferien.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)