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Basel Baselland Ein Baselbieter kämpft für das Image der Sportschützen

Adrian Schaub ist ein erfolgreicher Nachwuchsschütze und wird demnächst mit dem Baselbieter Sportförderpreis ausgezeichnet. Dass seine Sportart so viel Ehre erhält, ist für den Oberbaselbieter überraschend.

Mann mit grosser Pistole
Legende: Adrian Schaub verfolgte die Olympiamedaille von Heidi Diethelm während der Schule heimlich am Natel. swissshooting.ch

An den Olympischen Spielen in Rio hat die Schweiz seit langer Zeit wieder eine Medaille im Sportschiessen gewonnen. Die Thurgauerin Heidi Diethelm sicherte sich die Bronzemedaille im Pistolenschiessen. Die Teilnahme an Olympischen Spielen ist auch der Traum von Adrian Schaub aus Zunzgen.

Tokyo 2020 im Visier

Der 18-jährige Baselbieter gehört landesweit zu den besten Pistolenschützen seiner Alterskategorie. An den Junioren-Europameisterschaften konnte er dieses Jahr mit dem Team die Goldmedaille feiern, zahlreiche Podestplätze an internationalen Wettkämpfen ergänzen sein Palmarès. Die Erfolge Schaubs bleiben dabei nicht unbelohnt. Anfang Dezember erhält der angehende Strassenbauer den Sportförderpreis des Kantons Baselland. Bereits vor wenigen Wochen wurde ihm der Panathlon-Preis übergeben.

Dass seine Erfolge geehrt werden, freut Schaub. Dies auch, weil seine Sportart in der Öffentlichkeit nicht immer positiv dasteht: «Es gibt Leute, die unseren Sport mit Krieg verbinden, da die Waffe ein Kriegsgerät ist», sagt Schaub. Dieses Vorurteil versucht der Nachwuchsschütze gezielt aus dem Weg zu räumen: «Für mich ist meine Pistole keine Waffe, sondern ein Sportgerät.»

Der 18-Jährige kämpft damit für das Image seines Sports. Eine andere Sportart wäre für ihn nämlich nie infrage gekommen: «Es gibt genügend andere, die Fussball spielen», sagt der Zunzger mit einem Lachen.

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