Ein bisschen Ferienstimmung im Basler Grossen Rat

«Bündelitagsitzung» nennen die Basler Parlamentarier die letzte Sitzung vor den grossen Sommerferien. Am Mittwoch packten gleich sechs der sieben Regierungsräte ihr «Bündeli» und blieben am Nachmittag der Sitzung fern. Einzig Carlo Conti hielt die Stellung.

Am späteren Nachmittag platzte der Grünen Grossrätin Elisabeth Ackermann der Kragen. «Ich muss es leider sagen, ich finde diese Interpellationsbeantwortung eine Frechheit», enervierte sich Ackermann. Ihre Worte waren an Baudirektor Hanspeter Wessels gerichtet. Jedoch dieser war nicht im Saal, er liess sich schon am Morgen  wegen der Maturfeier seines Sohnes entschuldigen.

Neben Ackermann machten noch andere Grossräte ihrem Unmut über die Absenzen der Regierungsräte Luft. «Das ist ja kein Zustand», sagte FDP-Grossrat Urs Schweizer.

 Nur: Das Parlament hat eine Mitschuld an der unbefriedigenden Situation. Urs Müller (Basta) stellte den Antrag, die Geschäfte zum Thema Baudepartement auf den Donnerstag zu verschieben, wegen der Absenz von Baudirektor Hanspeter Wessels. Dieser Antrag wurde dann jedoch abgelehnt, damit der zweite Sitzungstag am Donnerstag nicht allzu lange dauert.