Ein Polizist an der Fasnacht

Frühlingstemperaturen und Sonnenschein lassen Zehntausende von Besuchern nach Basel an die Fasnacht strömen. Trotz vieler Schaulustiger war die Polizei bis jetzt mit keinen nennenswerten Problemen konfrontiert.

Vier Polizisten am Strassenrand Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Leistet Sondereinsatz während der Fasnacht: Die Basler Polizei SRF

Alles in allem sei der Fasnachtsauftakt vergleichsweise ruhig verlaufen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Allerdings hat in der Nacht auf Dienstag ein 32-jähriger Mann einen Polizisten angegriffen und verletzt. Zum Angriff kam es, als der Polizist kurz vor zwei Uhr beim Barfüsserplatz einen Streit schlichten und alle Beteiligten kontrollieren wollte. Der 32-Jährige Angreifer, der gemäss der Mitteilung stark alkoholisiert war, wurde festgenommen. Neben diesem Vorfall wurde die Polizei zu drei weiteren Schlägereien gerufen. Zudem musste sie sieben Kinder auf dem Posten betreuen und zwei Betrunkene ihren Rausch ausschlafen lassen.

Trotz dieser Vorfälle ist für die Basler Polizei ist die diesjährige Fasnacht bis jetzt nichts Besonders. Auch wenn die Temperaturen bereits frühlingshaft warm sind und der Durst bei Aktiven wie Zuschauern zunimmt - weder der Alkoholkonsum noch die Agressionen haben nach Angaben der Basler Polizei zugenommen.

Sicherheitschef war früher Guggemusiker

Peter Sumsander ist Chef der Sicherheitspolizei im Kleinbasel und leitet den Einsatz der einzelnen Patrouillen. Früher spielte er in einer «Guggemusig» und war begeisterter Fasnächtler.

An der Fasnacht zu arbeiten macht ihm nichts aus. Im Gegenteil, er freut sich über die vielfältigen Aufgaben: «Ich arbeite gerne an der Fasnacht. Da bin ich bei der Planung dabei und stehe im Kontakt mit dem Comité und vielen Fasnächtlern.»

Vor dem «Morgestraich» habe die Polizei viel zu tun. Falsch parkierte Autos müssten weggeschleppt werden. «Dieses Jahr waren es zehn Autos, die den Morgestraich behinderten und in den Stunden vor vier Uhr aus dem Weg geräumt werden mussten. Vor ein paar Jahren waren es noch vier Mal so viele.» Auch die Autofahrer würden lernen, meint Sander lakonisch.

Falsch parkierte Autos vor dem "Morgestraich"

Menschenansammlungen wie am «Morgestraich» wären auch ein Eldorado für Langfinger und Einbrecher. Die Polizei sei in Zivil unterwegs. Mehr Einbrüche oder Taschendiebstähle seien indessen nicht zu beobachten. Als Souvenirs würden immer wieder Larven und Trommeln verschwinden. Dies sei zwar ein Ärgernis, doch damit müsse man wohl leben.