Einbrecher halten Baselbieter Polizei auf Trab

Die Einbruchswelle im Kanton Basel-Landschaft reisst nicht ab. Auch im letzten Jahr nahm die Zahl der Einbruchsdiebstähle um 15 Prozent zu, nachdem es im Jahr davor einen Anstieg von 30 Prozent gegeben hatte. Die Baselbieter Polizei ist also weiterhin gefordert.

Symbolbild: Junger Mann versucht, einen Fensterladen aus Holz aufzustemmen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Baselbiet nahmen die Einbrüche 2013 weiter zu, wenn auch weniger stark als im Vorjahr. Colourbox

Der Baselbieter Sicherheitsdirektor, Isaac Reber spricht von einem Sorgenkind: «Einbrüche sind bei uns im Kanton überdurchschnittlich häufig», erklärt Isaac Reber gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Der Trend geht weiter

Zwar nahmen die Einbruchdiebstähle weiter zu - um 15 Prozent. Doch die Zunahme wurde gebremst. Im Jahr davor wurde nämlich eine Zunahme von 30 Prozent festgestellt. Eine Trendumkehr sei dennoch nicht erreicht, sagte Isaac Reber.

Immerhin kann Reber auch Positives vermelden: Letztes Jahr klärte die Polizei deutlich mehr Einbruchdiebstähle auf als im Jahr zuvor. Zwölf Prozent aller Einbrecher wurden erwischt - ein mehrfaches als im Jahr davor. Dort lag diese Quote nur gerade bei drei Prozent. Mit den neu erreichten zwölf Prozent hat der Kanton Baselland nun den schweizweiten Durchschnitt erreicht.

Reber will die Bekämpfung weiter verbessern: «Wir setzen Sicherheitsassistenten ein und stocken das Personal weiter auf.» Bald ergänzen zehn weitere Polizisten ergänzen das Baselbieter Polizeicorps. Mit dieser Massnahme möchte Reber die Einbrüche besser in den Griff bekommen.

Mehr Grenzwächter vom Bund gefordert

Ein Grund für die höheren Einbruchszahlen liegt auch in der Nähe zur Grenze: Die schweizerische Kriminalitätsstatistik zeigt, Kantone, die nahe an der französischen Grenze liegen, weisen höhere Einbruchsraten auf. Aus diesem Grund will Reber auch, dass der Bund die Zahl der Grenzwächter in der Region erhöht - vorerst ohne Erfolg: Von 24 zusätzlichen Grenzwächterstellen, die der Bund bewilligt hat, sollen die meisten in die Westschweiz kommen. Reber möchte insgesamt 100 zusätzliche Grenzwächter in der Region Basel.

Allgemein mehr Delikte - Baselbiet dennoch überdurchschnittlich sicher

Insgesamt nahmen im Baselbiet 2013 nicht nur die Einbrüche zu, sondern insgesamt die Zahl der Straftaten. Um elf Prozent stiegen diese auf neu 15'504 Delikte. Damit steht der Kanton Baselland im Vergleich zur restlichen Schweiz zwar schlechter da, denn landesweit ging die Kriminalität letztes Jahr zurück.

Doch im Verhältnis zur Einwohnerzahl steht der Kanton im Vergleich mit der Restschweiz dennoch gut da: «Das Baselbiet gehört nach wie vor zu den überdurchschnittlich sicheren Kantonen», betont Isaac Reber. Denn im Baselbiet gäbe es 56 Delikte pro 1'000 Einwohner. In der Gesamtschweiz liege das Mittel bei 70 Delikten pro 1'000 Einwohner.