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Einsprache mit Folgen Kanton will Bauverzögerung am Centralbahnplatz vermeiden

Man wolle die Kritikpunkte der Behindertenverbände so schnell wie möglich bereinigen, sagt das Baudepartement.

Legende: Audio Verzögerung hätte Folgen abspielen. Laufzeit 04:55 Minuten.
04:55 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 05.03.2019.

Der Dachverband der Behindertenverbände der Schweiz bemängelt bei der geplanten Baustelle am Centralbahnplatz unter anderem das Markierungssystem am Boden für Blinde und Sehbehinderte. Dieses sei lückenhaft. Ausserdem sei bei einer Stelle der Abstand zwischen dem Tram und der Troittoirkante ganze 40 Centimeter breit.

«Gerade für Leute mit einer Gehbehinderung, aber natürlich auch für Sehbehinderte ist dies gefährlich», sagt Caroline Hess-Klein, die beim Dachverband für die Gleichstellung zuständig ist.

Auf andere Baustellen abgestimmt

Die Einsprache könnte dazu führen, dass die geplante Grossbaustelle beim Centralbahnplatz verzögert wird. Schon Ende März sollen die Bagger auffahren. Eine Verzögerung hätte nicht nur finanzielle Folgen, sondern wäre auch für Planung der BVB ein Ärgernis. Schliesslich wurde die Baustelle extra mit zwei anderen Baustellen koordiniert, sodass es nur einmal Tramersatz-Busse braucht, und nicht mehrere Male.

Beim Kanton ist man denn auch daran, die Kritikpunkte des Verbands in die Planung einzufügen - und zwar noch vor Ende März. «Wir sind zuversichtlich, dass wir das schaffen», sagt Daniel Hofer vom Baudepartement. Man erhoffe sich, dass der Verband die Einsprache dann zurück zieht. «Wir sind für Gespräche offen», sagt auf der anderen Seite Caroline Hess-Klein. «Wenn wir damit einverstanden sind, gibt es keinen Grund mehr, die Einsprache aufrecht zu erhalten.»

Wir sind zuversichtlich, dass wir das schaffen.
Autor: Daniel HoferBaudepartement

Eine weitere Einsprache hat der ehemalige Basta-Grossrat Urs Müller eingereicht. Er fordert, dass auch das sogenannte «Euler-Gleis» mit eingeplant wird bei der Baustelle. Dieses Gleis soll dafür sorgen, dass die Tramlinien eins und acht nicht mehr quer über den Platz fahren. «Wenn man will, dann kann man dies einfach und schnell bauen», ist er überzeugt. Allerdings ist ungewiss, ob er als Privatperson überhaupt berechtigt ist, eine Einsprache zu machen. Laut Bundesamt für Verkehr ist dies nicht so.

Wenn man will, dann kann man dieses Gleis einfach und schnell bauen.
Autor: Urs Müllerehemaliger Basta-Grossrat

Dennoch wird dieser Vorschlag wohl noch einige Male zu reden geben. Denn verschiedene Grossräte haben dazu einen Vorstoss eingereicht, der voraussichtlich noch im März im Grossen Rat behandelt wird.

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