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Dreckiges Wasser, Reinigungsanlage
Legende: Die Kläranlage in Kleinhüningen kam letztes Jahr an ihre Belastungsgrenze. (Symbolbild) Keystone
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Basel Baselland Einwohner- und Wirtschaftswachstum setzt Basler Kläranlage zu

2015 wurden die Grenzwerte durchschnittlich jeden fünften Tag überschritten. Die wachsende Bevölkerung und die boomende Wirtschaft produzieren mehr Abwasser, als in den 80-er Jahren, als die Kläranlage gebaut wurde.

Wie viele sogenannte ungelöste Stoffe in den Rhein fliessen dürfen, wird vom Bund geregelt. In Basel wurde dieser Grenzwert letztes Jahr insgesamt an 75 Tagen überschritten, also jeden fünften Tag. «Dies hängt damit zusammen, dass die Anlage an ihre Belastungsgrenze kommt», sagt Roberto Frei von Pro Rheno AG, welche für die Kläranlage in Kleinhüningen zuständig ist.

Mit der Bevölkerung nimmt auch Abwasser zu

Das Problem: Die Anlage wurde 1982 gebaut. In den letzten Jahren wuchs die Basler Bevölkerung stetig und auch Zahl der Arbeitspendler stieg an. «Das bedeutet, dass immer mehr Leute die Toiletten nutzen und wir folglich mehr Abwasser zu bewältigen haben», sagt Frei.

Die Anlage sei diesen Abwassermassen nicht immer gewachsen. Deshalb komme es immer wieder vor, dass die Grenzwerte überschritten werden. Dabei gelange eine Art Schlamm in den Rhein, der das Wasser trübt. Für die Rheinschwimmer sei dies ungefährlich, sagt Frei: «Es handelt sich um Milligramme, die sich mit dem Rheinwasser mischen». Ausserdem werde das Rheinwasser regelmässig überprüft.

Problematisch ist das Ganze hingegen für die Fische. Paul Svoboda, Leiter Gewässerschutz des Basler Amts für Umwelt und Energie gibt zu bedenken: «Mit diesen Partikeln gelangen auch chemische Substanzen ins Gewässer und wenn Fische das aufnehmen, kann sie das längerfristig auch beeinträchtigen.»

Ausbau geplant

Die Pro Rheno AG plant schon seit einiger Zeit, die Kläranlage in Kleinhüningen auszubauen. «Das Projekt ist momentan in Planung», sagt Roberto Frei. «Wir hoffen, dass wir noch dieses Jahr eine Baueingabe erhalten». Die neue Anlage soll dann bis spätestens in 10 Jahren funktionstüchtig sein.

(Regionaljournal Basel 12.03)

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Peter Isler (SchweizerQualität)
    Eine bodenlose Frechheit! Die Grenzwerte werden en masse überschritten, aber Konsequenzen für hat's keine?! Die Bevölkerungszahlen schwanken nicht einfach so schnell mal, das ist eine langfristige Entwicklung die für einen seriösen Betreiber schon längst absehbar gewesen wäre! Von wegen "sorry, jetzt hat's plötzlich soo viele Leute darum verschmutzen wir jetzt die Gewässer noch für die nächsten 10 Jahre"... Ich würde als Basler Köpfe fordern.
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