Alternative Energie Elektra Baselland setzt weiterhin auf Geothermie

Trotz Rückschlägen in anderen Kantonen setzt die EBL auf Geothermie. Ein Pilotprojekt im Kanton Jura wird jedoch durch Einsprachen verzögert.

Bohrturm in Kleinhüningen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Geothermie-Projekt in Basel wurde nach mehreren Erdbeben abgebrochen. Keystone

«Ohne EBL würde die Geothermie hier gar nicht mehr leben», sagt EBL-CEO Urs Steiner. Das Baselbieter Energieunternehmen war am Geothermie-Versuch in Basel beteiligt und investierte 10 Millionen Franken. Das Basler Projekt wurde jedoch eingestellt, weil durch die Bohrungen Erdbeben ausgelöst wurden.

Nichtsdestotrotz plant die EBL der Gemeinde Haute-Sorne ein Geothermie-Kraftwerk und investiert weitere 10 Millionen. Das Projekt der Firma Geo-Energie Suisse AG erhielt Mitte 2015 grünes Licht von der jurassischen Regierung. Bei der Vorstellung des Projekts war die Rede von einem «Leuchtturmprojekt für die Entwicklung der Tiefengeothermie in der Schweiz und in Europa».

Nun ist das Projekt jedoch in Stocken geraten. Grund sind Einsprachen von Anwohnern. Diese wohnten laut Urs Steiner zwar weit weg vom Bohrloch. Er rechnet jedoch mit Verzögerungen von bis zu einem Jahr, falls die Einsprachen weiter gezogen werden.

Die Erfahrungen aus den gescheiterten Geothermie-Projekten in Basel wolle man im Jura einfliessen lassen.