Zum Inhalt springen
Inhalt

Entflechtung Weniger Tramlinien in Basler Innenstadt

Basta-Grossrat und Tramchauffeur Beat Leuthardt will die Linie 16 via Lyss und Petersgraben zur Schifflände führen.

Zwischen Marktplatz und Schifflände verkehren sieben Tramlinien. «Grüne Wand» nennen das viele, denn für diejenigen, die zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs ist, sei zeitweise fast kaum Durchkommen mehr - der vielen Tramlinien wegen.

Den Ausdruck «grüne Wand» will Basta-Grossrat und Tramchauffeur Beat Leuthardt nicht verwenden. Trotzdem möchte er die Innenstadt «entflechten», sprich weniger Trams durch die Kernzone der Innenstadt führen. Seinen dahingehenden Vorstoss haben Politiker von links und rechts unterschrieben.

Tramschienen am Petersgraben

Konkret soll die Linie 16 nicht mehr via Marktplatz zur Schifflände fahren, sondern über den Kohlenberg geführt werden. Von dort möchte Leuthardt den 16-er durch den Petersgraben fahren lassen und danach via Blumerain und Schifflände ins Kleinbasel führen. Tramgleise beim Petersgraben gibt es bisher noch nicht, sie sind aber bereits Teil der kantonalen Planung. «Wir möchten diese Gleise aber anders legen als die Planer des Kantons derzeit andenken», sagt Leuthardt. Im oberen Teil sollen sie in Seitenlage sein, im unteren Teil in Mittellage.

Mit dieser Linienführung müsste die Linie 16 bei der Schifflände nicht mehr wenden, sagt Leuthardt. Die Doppelhaltestellen bei Markt- und Barfüsserplatz könnten zudem zu normalen Haltstellen umgebaut werden.

Auch BLT einbezogen

Ein weiterer Vorschlag betrifft die BLT-Linie 17, die ebenfalls aus der Innenstadt verbannt werden soll. Sie soll bei der Haltestelle Bankverein abbiegen und über die Wettsteinbrücke fahren.

Dass die Pläne nicht ohne Brisanz sind, wissen auch Leuthardt und seine Mitstreiter. In ihrem parlamentarischen Vorstoss pochen sie denn auch auf «faire und partnerschaftliche Verhandlungen mit der BLT im Hinblick auf eine Führung von Tram 17 via Wettsteinbrücke oder verknüpft mit Tram E11 nach Reinach-Süd und Gegenrichtung.»

Als Abbau beim öffentlichen Verkehr will Leuthardt seine Idee nicht verstanden wissen, auch wenn weniger Trämmli durch die Innenstadt fahren würden. «Es ist ein Kompromiss», sagt er, «ein guter Kompromiss.»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Cristina Cireddu (snape)
    Ich würde so eine Dezentralisierung oder Ausdünnung des Tramverkehrs sehr begrüssen. Es ist zwar sehr bequem wenn fast jedes Tram durch Barfi und Marktplatz fährt, als Fussgänger ist es jedoch grauenhaft und beinahe Lebensgefährlich wenn man die Tramlinien überqueren muss. Ich würde noch weiter gehen und meine es reicht wenn die Linie 6, 8 und 11 (damit die BLT auch zufrieden ist) durch die Innerstadt fahren. Der Rest soll links und rechts davon aussen rum gehehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Walter Vogt (W. Vogt)
      @CC: Vollkommen einverstanden mit Ihnen: Linien 6, 8 und 11. Das genügt. Die schönsten Zeiten im Zentrum sind doch dann, wenn die Geleise zwischen Marktplatz und Barfüsserplatz saniert werden müssen und der ganze Tramverkehr zwischen Schifflände und Barfi lahm gelegt wird. Dabei zeigt sich jedesmal, dass die temporären Tramverbindungen rund ums Zentrum problemlos funktionieren.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen