Erste Staatsanwältin Weirich mit Nebengeräuschen wiedergewählt

Es gab keine lange Diskussionen im Landrat um die Wiederwahl der ersten Staatsanwältin Angela Weirich. Eine ungewöhnliche Wahl war es dennoch: Ein Drittel der Landratsmitglieder legten einen leeren Stimmzettel ein und äusserten so ihren Unmut gegen die erste Staatsanwältin.

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Bildlegende: Die erste Staatsanwältin Angela Weirich fühlt sich trotz Kritik nicht in ihrer Arbeit belastet. ZVG

Der Baselbieter Landrat hat die Spitzen der Gerichte, der Staatsanwaltschaft und weitere Gremien für die nächste Amtsperiode ab April 2014 gewählt. Bei der Bestätigung der ersten Staatsanwältin Angela Weirich legten rund ein Drittel aller Ratsmitglieder leer ein.

Sie fasse das nicht als Misstrauensbekundung auf, sagt Angela Weirich gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF: «Zwei Drittel haben mich gewählt und in meinem Amt bestätigt. Das ist für mich eigentlich ein positives Zeichen.» Dies ist vor dem Hintergrund zu verstehen, dass es in letzter Zeit Versuche gegeben habe, die Staatsanwaltschaft und auch sie selber zu diskreditieren. «Als Kopf einer Behörde muss man mit solchen Sachen rechnen», sagt Angela Weirich.

Gegenstimmen vor allem von der SVP

Gegen Angela Weirich als erste Staatsanwältin stimmten in erster Linie Mitglieder der SVP-Fraktion im Landrat, ohne zu begründen warum. Sie selber könne sich dies nicht erklären, sagt Angela Weirich: «Ich habe der SVP und auch den anderen Fraktionen die Möglichkeit gegeben, dass ich Rede und Antwort stehe, falls es Fragen gibt.» Davon habe aber niemand Gebrauch gemacht.

Staatsanwaltschaft in guter Entwicklung

Wenn man die Fakten ansehe, dann sei klar, dass sich die Baselbieter Staatsanwaltschaft in einer sehr guten Entwicklung befinden würde. Die Probleme, sagt Angela Weirich, seien im Jahr 2011 im Zusammenhang mit verschiedenen Reorganisationen gestanden: «Wir haben eine sehr gute Entwicklung und ich werde auch intern von den Mitarbeitenden bestätigt.»