FC Basel schaut auf erfolgreiche Saison zurück

Auch der siebte Meistertitel in Serie löse bei ihm noch starke Emotionen aus, versichert FCB-Präsident Bernhard Heusler. Vor allem die Solidarität, die in der Mannschaft gelebt werde, mache ihn stolz.

Die drei genannten vor der Presse. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Erfolgreiches Triumvirat: Präsident Bernhard Heusler, Trainer Urs Fischer und Sport-Chef Georg Heitz (v.l.) SRF Hansruedi Schär

Natürlich gebe es ein paar «Tolggen» im Reinheft, sagte FCB-Präsident Bernhard Heusler am Mediengespräch zum Saison-Ende. Zum Beispiel das Aus in der Championsleague-Qualifikation, oder die Niederlage im Schweizer Cup gegen Sion im Penalty-Schiessen. «Natürlich sind wir gegen Makabi ausgeschieden. Aber ich liebe den Fussball viel zu sehr, um das zu überbewerten.»

Emotionen trotz Serientitel

Auch der siebte Meistertitel in Serie sei für ihn keine Selbstverständlichkeit und löse bei ihm starke Emotionen aus, sagt Heusler. Vor allem wenn er zurückblicke auf den Saisonstart mit gewissen Unsicherheiten. Aber wenn er sehe, wie die Mannschaft solidarisch auftrete, wie die Spieler miteinander umgingen, dann freue er sich sehr für Captain Matias Delgado, der morgen den Pokal in Empfang nehmen dürfe.

Positive Bilanz zieht auch Trainer Urs Fischer. Allerdings: Zwar habe er gewusst, dass beim FCB alles eine Nummer grösser sein werde - die Realität sei dann aber nochmals etwas anders gewesen, zum Beispiel beim Druck der Medien. Alles in allem glaube er jedoch, dass es ihm gelungen sei, gut damit umzugehen. Auch damit, dass er als FCZler nicht von allen Fans gut aufgenommen worden sei: «Das wird wohl immer so bleiben. Ich kann das ja nicht ändern, dass ich Zürcher bin.»

Mit Samuel schmerzlicher Abgang

Wie jedes Jahr wird der FCB auch dieses Mal Lücken in der Mannschaft schliessen müssen. Die grösste öffnet sich mit dem Abgang von Walter Samuel, der seine Karriere beendet. Der 38 jährige Argentinier sei auch menschlich ein grosser Verlust für den Verein, sagt Bernhard Heusler: «Walter Samuel zeigt, dass ein grosser Erfolg auch ohne grosse Klappe möglich ist. Und das hat er auch in die Mannschaft hineingebracht: Wenn ein Walter Samuel schweigt, dann wagt kein 18 jähriger etwas zu sagen.»

Allerdings werde es immer schwieriger für einen Club wie den FCB, wichtige Spieler zu ersetzen. «Die Schere zwischen den Top-Vereinen und Clubs wie dem FCB geht immer weiter auf», sagt Bernhard Heusler. Gut für den FC Basel: Da er dieses Jahr direkt für die Champions-League qualifiziert ist, kann er fest mit dem Geldsegen der Uefa budgetieren. «Das erlaubt uns, schneller zu reagieren und zu agieren auf dem Transfermarkt. Wir müssen nicht auf Einnahmen aus Transfers warten, bevor wir entscheiden können.»