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Basel Baselland Feuer und Flamme für ein selbstständiges Baselbiet

Fusionsgegner aus dem Baselbiet wollen am 6. September in 32 Gemeinden Höhenfeuer brennen lassen. Auch die drei bürgerlichen Regierungsräte nehmen an diesen Veranstaltungen teil.

Medienkonferenz der Fusionsgegner: Martin Karrer, Dölf Brodbeck, Paul Schär und Tobias Rippstein.
Legende: Medienkonferenz auf einem Parkplatz: Martin Karrer, Dölf Brodbeck, Paul Schär und Tobias Rippstein. SRF

Von Allschwil bis Brislach - und von Buus bis Reigoldswil. Die Fusionsgegner lassen an 32 Orten im Baselbiet die Holzstapel brennen. «Diese Feuer sollen das Sinnbild unseres Widerstands gegen die Einleitung eines unheiligen und unnötigen Fusionsprozesses sein», sagte Höhenfeuer-Mitorganisator und Alt-Landrat Dölf Brodbeck (FDP) an einer Medienkonferenz am Dienstag.

Dass die Fusionsgegner Höhenfeuer anzünden, ist kein Zufall. Sie operieren gerne mit historischen Symbolen. Dies hat sich schon bei der Debatte im Landrat gezeigt, als sie vor dem Parlament in Liestal einen Freiheitsbaum aufstellten.

Paul Schär, ebenfalls Alt-Landrat der FDP, erklärt, weshalb das Höhenfeuer aus seiner Sicht ein passendes Symbol gegen die Kantonsfusion ist: «Geschichtlich hat es eine enorme Bedeutung - und weil man Feuer gut sieht, sind sie etwas Tolles, um ein Zeichen zu setzen.»

Über die Symbolik lässt sich streiten

Ob das Höhenfeuer tatsächlich ein stimmiges Symbol für den Kampf gegen die Kantonsfusion ist, darüber lässt sich streiten - wie fast immer bei historischen Symbolen. Im Unabhängigkeitskampf des Baselbiets im 19. Jahrhundert haben nämlich ausgerechnet die stadttreuen Baselbieter Gemeinden Höhenfeuer angezündet, um Verstärkung aus der Stadt anzufordern.

Sicher ist aber eines: Schon bei der letzten Fusionsabstimmung, in den 60er-Jahren, haben Fusionsgegner das Höhenfeuer als Symbol des unabhängigen Baselbiets benutzt.

Bei der diesjährigen Aktion im September erwarten die Organisatoren rund 3000 Besucher. Mit dabei sind auch die bürgerlichen Regierungsräte Sabine Pegoraro, Anton Lauber und Thomas Weber.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)

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