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Geschlossene Beizen sollen weniger Miete bezahlen müssen
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 19.04.2020.
abspielen. Laufzeit 03:33 Minuten.
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Finanzielle Not Mieter, Vermieter und Beizer schlagen ein Rettungspaket vor

Geschäfte und Restaurants, die finanzielle Probleme haben, sollen bloss ein Drittel der Miete bezahlen müssen.

Kleine Geschäfte, die wegen der Corona-Pandemie in finanzieller Not sind, sollen nur einen Drittel ihres Mietzinses zahlen müssen - ein weiteres Drittel soll der Kanton übernehmen. Das schlagen die vier grossen Sozialpartner im Bereich der Geschäftsmieten der Basler Regierung vor.

Der Wirteverband Basel-Stadt, der Basler Mieterinnen- und Mieterverband, der Hauseigentümerverband Basel-Stadt sowie der SVIT Basel haben sich auf ein sogenanntes «Dreidrittel-Rettungspaket» geeinigt.

Gültig für drei Monate

Das Rettungspaket soll der Linderung akuter Mietzinsnöte vieler kleiner Geschäfte wie Coiffeuren, Physios, Cafés, Restaurants und Blumenläden dienen, wie die vier Verbände am Sonntag gemeinsam mitteilten.

Konkret schlagen die Verbände der baselstädtischen Regierung vor, dass die kleinen Geschäfte in den Monaten April, Mai und Juni nur ein Drittel ihrer Miete bezahlen sollen. Ein zweites Drittel soll der Kanton à fonds perdu ausgleichen. So würden der Vermieterschaft zumindest zwei Drittel der Mieten bleiben, heisst es weiter. Das «Dreidrittel-Rettungspaket» beruhe auf Freiwilligkeit, sei im Einzelfall aber verbindlich.

Kanton muss entscheiden

Gemäss Mitteilung der Verbände befindet sich das «Dreidrittel-Rettungspaket» bereits zur Diskussion in der Regierung. Ob dies tatsächlich der Fall ist, bleibt unklar: Die Regierung könne sich momentan nicht zu diesem Thema äussern, sagte der Basler Regierungssprecher Marco Greiner auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Kappeler  (Hans Kappeler)
    Frage @ Daniel König: sind Sie selbst Unternehmer ?
    Ihre Aussage "Dann muss der Coiffeur halt 120 CHF und nicht wie heute 60 stutz für einen Haarschnitt verlangen." lässt mich vermuten, dass Sie das nicht sind!
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    1. Antwort von Daniel König  (Daniel König)
      Doch bin ich. Habe bei unserem Unternehmen dafür gesorgt dass Reserven aufgebaut werden um welche wir jetzt gottenfroh sind und wir nicht bei Vater Staat betteln müssen. Haben in den letzten 2 Jahren einiges an Aufträgen verloren weil Mitbewerber mit Dumpingpreisen aufgetaucht sind. Wir haben nie verstanden wie diese Kalkulationen aufgehehen können wenn sauber gerechnet wird. Letzte Woche hat der erste Kandidat Insolvenz angemeldet. Sie applaudieren wenn Staat und Vermieter die Kosten tragen?
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  • Kommentar von Urs Widmer  (pinkpoet)
    Es gab Zeiten, da waren viele Restaurant- und Ladengeschäftsmieten umsatzabhängig. Da müsste man schon die Details der Verträge kennen, damit so ein Drittel-Geschäft wirklich aufgeht. Meiner Ansicht nach muss bei umsatzbezogenen Mieten von einer Basis-Miete ausgegangen werden...
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  • Kommentar von Hans Kappeler  (Hans Kappeler)
    Ein grossartiges Rettungspaket, das HOFFENTLICH auch im Rest der Schweiz Nachahmung finden wird.
    Hut ab vor den Vermietern, die immer wieder an den Pranger gestellt werden. So können wir nur hoffen, dass uns all die liebgewonnenen Restaurants und Beizen erhalten bleiben.
    Never give up!
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    1. Antwort von Daniel König  (Daniel König)
      Warum sind all die Unternehmen ob Restaurant, Coiffeur bis zu Industriebetrieben nicht verpflichtet Reserven in ihren Bilanzen aufzubauen? Jetzt müssen Vermieter und Staat den Kopf für solche Blindflüge hinhalten! Dann muss der Coiffeur halt 120 CHF und nicht wie heute 60 stutz für einen Haarschnitt verlangen. Klar müsste ich Prioritäten in meinem Haushaltsbudget verschieben. Aber ich entscheide dann wem ich mein Geld anvertraue und nicht der Staat in einem unkontrollierbaren Gieskannenprinzip.
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