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Das Gebäude der Gallenacher Schule in Pratteln.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 18.02.2020.
abspielen. Laufzeit 04:21 Minuten.
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Finanzielle Probleme Prattler Privatschule kämpft ums Überleben

144 Schüler könnten schon bald vor verschlossenen Klassenzimmern stehen. Nun wird nach Lösungen gesucht.

Die Prattler Tagesschule «Gallenacher» steht vor einer ungewissen Zukunft. Grund sind finanzielle Probleme, welche die Schule derzeit belasten. Letzte Woche wurden die Eltern der 144 Schülerinnen und Schüler über die finanzielle Situation informiert, wie mehrere unabhängige Quellen gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF bestätigen.

«Man hat uns gesagt, dass die Schule über keine flüssigen Mittel mehr verfüge und ein hoher Schuldenberg vorhanden sei», sagt Vater Maurice Redondo, der drei Kinder an die betroffene Schule schickt.

Eigenverantwortung und Sozialkompetenz

Gegründet wurde die «Gallenacher»-Schule als Alternative zu den öffentlichen Schulen mit einem anderen pädagogischen Konzept, zum Beispiel mit gemischten Lerngruppen mit Kindern aus verschiedenen Altersstufen. Im Zentrum stehe die Eigenverantwortung und Sozialkompetenz der Kinder, ist im Leitbild der Schule zu lesen.

Denis Bitterli hat die Privatschule gegründet.

Mann steht vor Fluss.
Legende:Schulgründer Denis BitterlizVG

Denis Bitterli gründete die «Gallenacher» Schule vor eineinhalb Jahren. Der frühere Lehrer, Schulleiter, Mediator und zeitweilige Leiter des Basler Marionettentheaters schrieb anlässlich der Gründung der Schule in einer Medienmitteilung, er sei überzeugt, dass die Lernfreude zentral sei für den Lernerfolg. Bitterli hatte 1996 das Friedensbüro Basel gegründet.

Die Schulleitung wollte auf Anfrage kein Interview geben. Dass es finanzielle Probleme gibt, wird jedoch von niemandem bestritten. Auch Beat Lüthy, Leiter des Amts für Volksschulen im Kanton Baselland bestätigt die Situation: «Wir haben entsprechende Meldungen von der Schulleitung und Eltern, können aber derzeit keine Auskunft geben über die genaue Situation, weil wir uns zuerst selber ein Bild machen wollen.»

Um die Schule zu retten, wurde von Eltern und Schulleitung eine Task-Force gegründet, die nach Lösungen sucht. Verschiedene Varianten werden dabei geprüft, auch ein geordneter Konkurs. Die genauen Gründe für die finanziellen Probleme sind indes unklar. Vater Maurice Rotondo vermutet, dass die knappe Kostenkalkulation eine Rolle gespielt habe. Im Vergleich zu anderen Schulen sei die «Gallenacher»-Schule günstig gewesen.

Ende Woche soll Klarheit herrschen

Rotondo will nun aber Sicherheit, wie er sagt und sucht deshalb für seine Kinder nach Lösungen ausserhalb der Schule. Denn im schlimmsten Fall könnte die Schule noch vor den Frühlingsferien dicht machen - mitten im laufenden Schuljahr.

Beat Lüthy verspricht, dass alle Kinder einen Platz in der Volksschule finden. Genau dies wollten viele Eltern jedoch nicht und schickten ihre Kinder deshalb an die «Gallenacher»-Schule. Sowohl die Schulleitung als auch das Amt für Volksschulen gehen davon aus, dass bis Ende Woche klar ist, ob es mit der Schule weitergeht oder nicht.

Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr, ernb/halg

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