Flaute im Basler Stückizenter

Shoppingzenter in Grenznähe haben es in diesen Tagen schwer. Besonders schwer hat es das Stückizenter in Basel. Seit seiner Eröffnung vor fünf Jahre kämpft es um Besucherinnen und Besucher. Seit der Aufhebung des Euro Mindestkurses steht es um das Stücki-Zenter noch schlechter.

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Top und Flop grenznaher Shopping Center

8:23 min, aus Schweiz aktuell vom 20.2.2015

Schweizerinnen und Schweizer sind Schnäppchenjäger! Das spüren vor allem die Shopping Center in Grenznähe. Das Basler Einkaufszentrum Stücki hat einen besonders schwierigen Stand. Seit der Eröffnung vor fünf Jahren sind die Besucherzahlen tief und seit der Aufhebung des Euro Mindestkurses hat sich die Situation weiter verschlechtert. In den letzten vier Wochen ist die Anzahl der Shopping Gäste nochmals um sieben Prozent zurückgegangen.

Die Läden werden immer weniger

Das Stücki Einkaufszentrum in Basel ist edel und schick. Es existiert seit fünf Jahren, aber es fristet ein trauriges Dasein. Anfangs startete das Einkaufszenter mit 120 Shops, jetzt sind es nur noch etwa 80 Läden. Auch Ende dieses Monates werden wieder einige Geschäfte schliessen. Besonders zu kämpfen haben Boutiquen in der Modebranche.

Viele von ihnen gewähren 15 Prozent Eurorabatt oder reagieren auf die Marktsituation indem sie zu einem Outlet-Store werden. Aktuell beträgt die Leerstandquote 13 Prozent. Tim Mayer, der seit einem halben Jahr die Leitung des Stücki übernommen hat, lässt sich aber nicht aus dem Konzept bringen: «Die Leute wollen in einem Einkaufszentrum nicht mehr nur Einkaufen, sondern auch etwas erleben», erläutert der 30-jährige Deutsche seine Strategie. Er sieht vor, das Stücki im Bereich «Event und Entertainment» zu fördern und hofft dabei, wieder mehr Kundschaft ins Basler Einkaufszentrum zu locken.

Konkurrenz aus dem Ausland

Das Rheincenter in Weil am Rhein gräbt dem Stücki seit jeher viele Kunden ab. Im grenznahen Ausland einkaufen ist für viele Schnäppchenjäger attraktiv, weil sie diverse Produkte günstiger einkaufen können, dies besonders seit der Euro so günstig ist. Über den grossen Ansturm von Schweizerinnen und Schweizer freut sich der Leiter des Deutschen Einkaufszentrums Günther Merz: «Damit wir die grosse Kundenzunahme weiterhin managen können, wird in nächster Zeit ausgebaut. Die Verkaufsfläche wird um 2500 Quadratmeter vergrössert, der Gastronomiebereich wird vielfältiger und unser Hotel wächst von 57 auf 130 Zimmer.»

Zunächst soll jedoch ein Parkleitsystem eingeführt werden, damit in Stosszeiten in der Parkgarage kein Chaos ausbricht.

(Schweiz aktuell, 18:00 Uhr)