Frauen wollen Priester-Weihe

Die Synoden der römisch-katholischen Landeskirchen der beiden Basel diskutieren am Dienstag die kirchliche Gleichstellungs-Initiative. Kirchliche Vertreter geben der Initiative vor den Kirchenparlamenten gute Chancen.

Pfarrerin bei einem Trauergottesdienst. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auch Katholikinnen wollen, was ihre evangelisch-reformierten Schwestern dürfen: Die Messe lesen. Keystone

Die Synoden der römisch-katholischen Kirchen von Baselland und Basel-Stadt stimmen am Dienstagabend über die kirchliche Gleichstellungs-Initiative ab. Diese wurde in den beiden Basel im Januar des vergangenen Jahres eingereicht und verlangt unter anderem, dass Frauen künftig die Priesterweihe bekommen können.

Der Präsident des Landeskirchenrates der römisch-katholischen Kirche Baselland, Ivo Corvini, glaubt, dass die Synoden die Initiative annehmen werden. Auswirkungen habe dies jedoch kaum. "Die römisch-katholischen Kirchen der beiden Basel sind Mitglied der römisch-katholischen Weltkirche", so Corvini. Und eben diese Weltkirche unterstünde dem Papst in Rom. "Aber wir können die Forderung der Gleichstellungsinitiative unseren kirchlichen Behörden übergeben."

Künftig mehr Einfluss

Die regionalen kirchlichen Behörden könnten künftig allerdings mehr Einfluss bekommen, sagt SRF-Religions-Redaktorin Judith Wipfler. "Papst Franziskus sagte, dass er den Gestaltungsraum der Bischöfe erweitern wolle." Und eben diese Bischöfe könnten womöglich in Zukunft Personalentscheide selbständiger fällen, als ihnen das heute erlaubt ist. Dass Frauen bald Priesterinnen werden, glaubt Wipfler aber nicht - auch nicht, wenn die römisch-katholischen Landeskirchen der beiden Basel heute Abend der kirchlichen Gleichstellungs-Initiative zustimmen würden.