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Basel Baselland Fümoar will liberalere Raucher-Regelung in den Basler Beizen

Der Raucherbeizen-Verein lanciert eine Volksinitiative, die bediente Fumoirs und kleinere Raucherlokale erlaubt. Vor zwei Jahren lehnte das Stimmvolk eine ähnliche Vorlage bereits ab.

Der Verein Fümoar kämpft weiterhin für Raucherbeizen.
Legende: Der Verein Fümoar kämpft weiterhin für Raucherbeizen. Keystone

In seinem Kampf für Raucherbeizen lässt der Verein Fümoar in Basel auch nach seiner Niederlage vor Bundesgericht nicht locker: Am Mittwoch lancierte er eine Volksinitiative, welche die strengen kantonalen Bestimmungen zum Nichtraucherschutz aufweichen soll.

Wie in den meisten andern Kantonen sollen in Basel-Stadt künftig auch die im Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen vorgesehenen Raucherlokale von maximal 80 Quadratmeter erlaubt sein. Bisher sind im Stadtkanton nur unbediente Fumoirs zugelassen. Doch künftig sollen auch separate bediente Raucherräume in Basler Beizen möglich sein, wie «Fümoar» mitteilte.

180 Beizen sind bei Fümoar dabei

Nach Überzeugung des Vereins besteht im Kanton Basel-Stadt ein grosser Bedarf nach Raucherlokalen oder Raucherräumlichkeiten. Dem Verein gehören rund 180 Beizen und über 190'000 Gästemitglieder an. Dem «Fümoar»-Vereinsmodell zur Umgehung des seit 2010 im Kanton Basel-Stadt geltenden Rauchverbots in Gastlokalen schob das Bundesgericht indes im Juli einen Riegel.

Schon 2011 hatte der Basler Souverän über eine Lockerung des Rauchverbots entscheiden müssen. Die vom Wirteverein lancierte Initiative «Ja zum Nichtraucherschutz ohne kantonale Sonderregelung» wurde jedoch äusserst knapp mit 212 Stimmen Differenz verworfen.

«Wir haben den Ruf eines Motzvereins»

Vereinsanwalt Thierry Julliard sagt «natürlich haben wir den Ruf eines Motzvereins, der den zivilen Ungehorsam pflegt». Er ist aber überzeugt, dass es für das Anliegen von Fümoar Anhänger gibt. Die Initiative lanciert der Verein ohne Unterstützung des Wirteverbands. «Für uns ist die Frage nach dem Rauchverbot im Moment erledigt», sagt Maurus Ebneter vom Wirteverband gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Der Verein «Fümoar» zählt auf die zahlreichen Wirte, die Mitglieder des Vereins sind. Sie sollen in ihren Lokalen für die Initiative werben und Unterschriften sammeln.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Emil Bumann, Basel
    Fümoar! Bis es mir vor 4 Jahren verleidet ist, habe ich geraucht. Ein Kaffee oder ein Bier ohne Zigarette gab es nicht. Nun ich konnte aufhören, bin also jetzt ein Nichtraucher! Ich finde es jedoch daneben, dass in den Beizen nicht mehr geraucht werden darf. Aber wir tun ja alles was uns vom Ausland aufgetragen wird. Also ob in Beizen geraucht wird oder nicht, ist mir egal. Aber dass ich einem Verein angehören muss, damit ich in die Beiz X darf und bedient werde geht mir gegen den Strich!
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  • Kommentar von Lucas Kunz, Sallneck
    Lärm: Ist Sache des Publikums! Wenn das vor der Tür qualmende Volk nicht leise sich unterhalten kann ... selber schuld! Dass Gäste ausblieben: das können die dem Weihnachtsmann oder Osterhasen erzählen. Die Beizer sollten eben auch ihre Güselbeizen etwas auffrischen, dann würden auch mehr Gäste gerne kommen.
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