Zum Inhalt springen

Basel Baselland Für Baselbieter FDP ist Fusion wirtschaftlich nicht sinnvoll

Die Basis der Baselbieter FDP sagt an ihrem Parteitag in Pratteln deutlich «Nein» zur Fusions-Initiative. Bemerkenswert: die Zustimmung zweier grosser Wirtschaftsverbände zur Fusion spielten bei der Wirtschaftspartei FDP überhaupt keine Rolle.

Industrieareal mit rauchenden Kaminen, dahinter Jurahügel im Dunst.
Legende: Die Wirtschaft (hier Schweizerhalle) kennt keine Kantonsgrenzen - die Baselbieter Wirtschaftspartei FDP hingegen schon. Keystone

Das Nein der Baselbieter FDP zur Fusions-Initiative, die am 28.September in beiden Basel zur Abstimmung kommt, ist deutlich. Landrat und Wirtschaftspolitiker Balz Stückelberger, der als Befürworter die Fusions-Vorlage vorstellte, fand mit seinen Argumenten kein Gehör - zum Beispiel, dass ein fusionierter Kanton Synergien und schlankere Strukturen schaffe.

Da hatte die Landrätin und frischgebackene Regierungskandidatin Monica Gschwind offenbar ein einfacheres Spiel, die als Gegnerin zur Initiative Stellung nahm. Sie warnte unter anderem vor einem zu grossen Verwaltungsapparat in einem fusionierten Kanton Basel. Ein solcher wäre wirtschaftsfeindlich, argumentierte Monica Gschwind.

Kein Gehör für Wirtschaftsverbände

Keine Rolle spielte in der Debatte offenbar die Tatsache, dass die Fusions-Idee in Wirtschaftskreisen einen guten Rückhalt hat und zum Beispiel von der Handelskammer beider Basel oder dem Basler Gewerbeverband klar unterstützt wird.

Entsprechend enttäuscht ist denn auch Handelskammer-Direktor Franz Saladin. «Dass die Vorlage so klar abgeschmettert würde, das hätte ich nicht gedacht. Ich bin enttäuscht.»Saladin ist Mitglied der FDP Baselland, konnte der Versammlung aber nicht beiwohnen. Entschieden sei die Abstimmung aber noch nicht, glaubt Saladin. Die Handelskammer werde sich in den nächsten Wochen deshalb noch stärker für ein «Ja» engagieren als dies ohnehin vorgesehen gewesen wäre.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Raphael Schilling, Allschwil
    Wie kann eine liberale Partei ein Nein-Votum zur Fusions-Initiative abgeben? Die FDP, die für einen schlanken Staat und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft eintritt, müsste eine Kantonsfusion konsequent befürworten. Die Strukturen im Raum Basel sind nicht mehr zeitgemäss. Um zukünftige Herausforderungen bspw. im Standortmarketing, der Verkehrsplanung oder der Gesundheitsversorgung erfolgreich zu meistern, brauchen wir eine Kantonsfusion. Insbesondere für die Generation von morgen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marcel Weber, Ettingen
    Die Baselbieter FDP schafft sich selber ab...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marco Hunziger, Muttenz
    Schade aber was mich am meisten nervt sind die Möchtegern Baselbieter in der Stadt aufgewachsen ,und lügen verbreiten die Fusion für ihre Politik zu missbrauchen ect. Gruß von einem waschechtem Baselbieter Ps. Ja am 28.09.14 zur Fusion
    Ablehnen den Kommentar ablehnen