Sparen im Baselbiet Für den Tourismus öffnet der Landrat das Portemonnaie

Baselland Tourismus bekommt vom Kanton weiterhin 600'000 Franken im Jahr. Der Landrat hat den Sparbeschluss der Regierung rückgängig gemacht. Grosszügig zeigte sich in diesem Fall das bürgerliche Lager.

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Bildlegende: Touristenmagnet: Die Römerstätte Augusta Raurica. Paul Menz

Der Tourismus bekommt vom Kanton bis 2020 weiterhin 600'000 Franken im Jahr. Der Landrat hat am Donnerstag eine von der Regierung aus Spargründen beantragte Kürzung um jährlich 50'000 Franken abgelehnt.

Die Baselbieter Regierung wollte das Budget von Baselland Tourismus jährlich um 50'000 Franken kürzen. Gegen diese Kürzung stellte sich die CVP/BDP-Fraktion mit dem Antrag, die Subventionen im bisherigen Umfang von 2,4 Millionen Franken für vier Jahre zu belassen. Der Antrag wurde von SVP und FDP unterstützt. Die Gegner der Kürzung argumentierten, Baselland Tourismus leiste einen grossen Beitrag an die Standortattraktivität. Von steigenden Logiernächten würden viele Betriebe und auch der Kanton profitieren.

Die SP-Fraktion stellte den Antrag, den Kredit nur für zwei Jahre zu sprechen. Sie begründete das mit Mängeln in der Struktur von Baselland Tourismus. Der Antrag wurde ebenso abgelehnt wie der Kompromissvorschlag der Fraktion Grüne/EVP: Diese wollte für die ersten zwei Jahre den bisherigen Beitrag sprechen, danach einen um 50'000 Franken gekürzten Beitrag.

Schon 2013 gescheitert

Ursprünglich hatte die Regierung bei Baselland Tourismus jährlich 100'000 Franken einsparen wollen. Ein Evaluationsbericht der Universität St. Gallen riet indes insgesamt von einer Kürzung ab. Aufgrund der Studie schlug die Regierung dem Landrat nur noch eine Kürzung um jährlich 50'000 Franken vor. Bereits 2013 hatte die Regierung die Subventionen an Baselland Tourismus um jährlich 100'000 Franken kürzen wollen und war am Landrat gescheitert.