Zum 13.Mal an der Art Für Galeristin Kallir hat die Art das beste Publikum

Die renommierte New Yorker Galeristin ärgert sich, dass Kunst immer mehr als Spekulationsobjekt gehandelt wird.

Am Donnerstag eröffnet die Art Basel offiziell ihre Hauptmesse. Aber für die Aussteller sind dann die wichtigsten Tage bereits vorbei. Bis Mittwoch seien Verkäufe für 60 Millionen Dollar getätigt worden, meldet die Art am Mittwoch. Denn die zahlungskräftigsten Sammler sehen sich die Kunstwerke an den sogenannten VIP-Tagen am Dienstag und am Mittwoch an.

Eine der renommiertesten Galeristinnen an der Art ist Jane Kallir von der New Yorker Galerie St. Etienne. Für sie bleibe die Art Basel die wichtigste Kunstmesse weltweit. Ihre Galerie ist spezialisiert auf die Klassische Moderne, vor allem auf Expressionisten aus dem deutschsprachigen Raum. Am verdunkelten Stand, schön ausgeleuchtet, finden sich hier Klassiker von Emil Nolde, Egon Schiele, Max Beckmann oder Otto Dix.

Gutes Geschäft mit chinesischem Sammler

An diesen ersten VIP-Tagen verkauft Jane Kallir, sechs Portraits von Käthe Kollwitz und ein Gemälde von Otto Dix einem chinesischen Sammler. Doch die teuersten Werke seien noch erhältlich, sagt Jane Kallir. In dieser Preiskategorie würden Sammler erfahrungsgemäss etwas länger über einen Kauf nachdenken.

Aber Jane Kallir verkauft die Werke nicht an jeden. Es sollten schon seriöse Sammler oder Museen sein, meint sie und ärgert sich, dass Kunst immer öfter als Spekulationsobjekt gehandelt werde. Auf solche Spiele lasse sie sich jedoch nicht ein: «Die Preise können raufgehen, sie können runtergehen, ich weiss es nicht. Ich kann nur garantieren, dass unser Preis der in diesem Moment korrekte Preis ist.»