Bildungspolitik Basel-Land Fusion der Baselbieter Berufsschulen: Liestal will mitreden

Die Berufsschulen von Muttenz und Liestal sollen fusionieren - in Muttenz. In Liestal will man da auch mitreden.

Regierungsrätin Monika Gschwind lächelt Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bildungsdirektorin Monica Gschwind will die Sekundarschule 2 reformieren. Keystone

Der Masterplan Sekundarstufe II, den die Baselbieter Bildungsdirektorin Monika Gschwind vor Vertreterinnen und Vertretern von Gemeinden, Lehrpersonen und Landrätinnen und Landräten vorstellte, hat folgende Eckpunkte:

  • Strategie 1: Die Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz sollen in Muttenz räumlich und organisatorisch zu einem Berufsbildungszentrum zusammengelegt werden
  • Strategie 2: Die Brückenangebote sollen räumlich zusammengefasst werden zum Zentrum für Brückenangebote
  • Strategie 3: Die Verwaltungseinheiten des Amts für Berufsbildung und Berufsberatung sowie des Berufsinformationszentrums sollen an einem Standort zusammengeführt werden
  • Strategie 4: Das Gymnasium Muttenz soll in sanierte Schulräume im Areal Polyfeld umziehen
  • Strategie 5: Die Kooperation der Berufsfachschule Gesundheit (BfG) und des Bildungszentrums Gesundheit Münchenstein soll vertieft werden.

Wenig Freude an diesen Plänen hat allerdings beispielsweise der Liestaler Stadtpräsident Lukas Ott. Vor dem Hintergrund, dass der Kantonshauptort bereits die Pflegefachschule und bald auch die Pädagogische Hochschule abgeben muss, sagt er: «Der Kanton muss hier eine Strategie entwickeln, wie auch wir wieder profitieren können.» Denn schliesslich, so Ott, würden Schulräume frei, wenn die Berufsfachschule tatsächlich nach Muttenz verlegt werden sollte.