Geld für Basler Medienstandort

In rund drei Jahren zügelt das Radiostudio vom Bruderholz ins Gundeli. Dort bezieht das Schweizer Radio und Fernsehen einen Neubau von Herzog und de Meuron. Die Mitgliedergesellschaft «SRG Region Basel» hat beschlossen 5 Millionen Franken in den neuen Standort zu investieren.

Blick in den Veranstaltungssaal. Man sieht viele Leute, die den Stimmzettel in die Höhe halten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Praktisch einstimmige Entscheide bei der «srg region Basel» SRF

Niggi Ullrich, Präsident der «SRG Region Basel» spricht von einem «heissen Zeichen» das gesetzt wird. Angesichts der Tatsache, dass viele Medienunternehmen abbauen würden, seien die SRG-Ausbaupläne ein positives Zeichen für Basel.

Auf das Jahr 2019 entsteht auf der Gundeliseite des Bahnhofs SBB ein neues Studio. Wobei der Begriff Studio nicht mehr verwendet wird. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) legen in einem neuen Gebäude Radio, Fernsehen und Online zu einem «konvergenten Medienstandort nach modernsten Kriterien» zusammen. Noch ist vom neuen Standort nichts zu sehen. Die Bauarbeiten des neuen 80 Meter hohen Gebäudes von Herzog und de Meuron haben erst begonnen. Die SRG mietet sich in den drei Sockelgeschossen des Neubaus auf rund 8000 Quadratmetern ein.

Der neue Standort beim Bahnhof ist seit Längerem bekannt. Nun hat die Mitgliedergesellschaft «SRG Region Basel» aber die letzten Entscheide gefällt. Praktisch einstimmig beschloss die ausserordentliche Generalversammlung, dass der Standort Bruderholz nach fast 90 Jahren Radiotradition aufgegeben wird. Zudem werden 5 Millionen Franken aus dem Genossenschaftskapital in den neuen Medienstandort investiert.

Fast 300 Personen werden ab 2019 neu am Standort Basel arbeiten, wo alle SRF-Kulturredaktionen zusammengelegt werden. Neu sendet dann auch das Regionaljournal Basel aus dem Gundeliquartier.

Noch offen ist die weitere Zukunft des freiwerdenden Areals auf dem Bruderholz. Mit einem Projektierungskredit von einer Million Franken sollen mögliche Optionen ausgearbeitet werden. Man gibt sich mindestens vier Jahre Zeit für die weitere Planung.