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Legende: Audio Gemeinsam statt einsam abspielen. Laufzeit 03:03 Minuten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 12.07.2019.
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Gemeinsam statt einsam Pro Senectute kämpft gegen Einsamkeit im Alter

Die Aktion «Gemeinsam statt einsam» will auf kleine Gesten aufmerksam machen, die Brücken zu Betagten schlagen können.

Einsamkeit im Alter sei ein grosses Problem, sagt Michael Harr, Geschäftsleiter der Pro Senectute beider Basel. «Freunde sterben weg, die Familie lebt nicht mehr hier und auch der Alltag hat sich verändert.» Viele Alte würden unter der Isolation im Alltag leiden. «Wo es früher noch Begegnungen mit Menschen gab, sind wir heute mit einem Automaten konfrontiert. Auf der Post ziehen wir einen Zettel. Anstatt mit jemandem zu telefonieren, schreiben wir eine Mail.»

Kleine Gesten mit grosser Wirkung

Im Einzugsgebiet der Pro Senectute beider Basel leben 100'000 über 65-jährige Menschen. Mit einem Drittel ist die Pro Senectute über ihr Kursangebot, ihre sozialen Dienstleistungen oder über Beratungen regelmässig in Kontakt. Mit der Aktion «Gemeinsam statt einsam» möchte sie jetzt die anderen zwei Drittel ansprechen.

«Oft ist es eine kleine Geste, welche die Einsamkeit für einen Moment zu überwinden hilft», sagt Michael Harr. «Es kann eine Auskunft sein, das Drücken des Einsteigknopfes beim Tram oder die Begrüssung am Morgen.» Viele Menschen würden unter dem Eindruck leiden, von niemandem mehr wahrgenommen zu werden. Pro Senectute möchte für solche kleine Begegnungen im Alltag sensibilisieren.

Beliebteste Geschichten werden prämiert

Auf ihrer Website sucht und publiziert die Organisation deshalb Geschichten über Begegnungen oder kleine Gesten, die eine Brücke zu anderen Menschen schlagen. Die beliebtesten acht Geschichten werden in einem Wettbewerb ermittelt und mit einem Preis belohnt. Das Echo sei gross, sagt Michael Harr. Auf Facebook würden die Geschichten kommentiert und diskutiert.

Für Michael Harr ist der innere Zusammenhalt der Gesellschaft wichtig. Probleme im Alter seien keine Angelegenheit der alten Menschen alleine. Vielmehr gehe die Problematik uns alle etwas an. «Wir alle werden einmal alt. Es bereitet zudem auch Freude, anderen Menschen zu helfen.»

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