Gleich zwei Frauen sind Theologieprofessorinnen an der Uni Basel

Vor zwei Jahren stand die Theologische Fakultät der Universität Basel massiv in der Kritik. Der Vorwurf damals lautete: Alle Professuren sind von Männern besetzt. Nun ändert sich das. Mit Andrea Bieler und Sonja Ammann wurden nämlich gleich zwei Frauen berufen. Dieser Entscheid kommt gut an.

Die beiden neuen Theologie-Professorinnen Sonja Ammann und Andrea Bieler Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Neue Theologie-Professorinnen an der Basler Universität: Sonja Ammann (links) und Andrea Bieler. Foto zVg

Getroffen hat die Wahl der Unirat der Universität Basel. Er hat sich für zwei Frauen entschieden: Die deutsche Andrea Bieler (53) wird neu Professorin für Praktische Theologie. Und die erst 31-jährige Schweizerin Sonja Amman wird Assistenzprofessorin für Das Alte Testament.

Kirchenratspräsident Kundert ist erfreut

Über diese Wahl erfreut ist Lukas Kundert, Kirchenratspräsident der Reformierten Kirche Basel-Stadt: «Der Entscheid hat mich riesig gefreut.». Die beiden Frauen seien beide sehr qualifiziert, ergänzt er.

Lange hat man in Basel auf eine weibliche Theologieprofessorin gewartet. Dass es jetzt gerade zwei Frauen sind, freut auch Rosmarie Schümperli, Vizepräsidentin der Akademikerinnen-Vereinigung Basel. Sie war es auch, die sich bei der letzten Wahl vor zwei Jahren darüber geärgert hatte, dass erneut ein Mann das Rennen machte. Damals war es um die Besetzung des Lehrstuhls für das Neue Testament gegangen.

Basel hinkt Bern und Zürich hinterher

Im Vergleich zu anderen Schweizer Universitäten hat Basel absolut und relativ betrachtet, trotz der jetzigen Wahl, immer noch am wenigstens Professorinnen. In Bern sind es fünf (38 Prozent), in Zürich drei (30 Prozent) und in Basel sind es neu zwei Professorinnen, was einem Anteil von 22 Prozent entspricht.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)