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Grippewelle Im Basler Unispital lässt sich nur jeder vierte Pfleger impfen

Ein kranker Mann liegt im Bett
Legende: Diese tiefe Impfquote erstaunt, grasiert doch gerade eine Grippewelle in der Region. (Symbolbild) Keystone

Nur jede vierte Pflegefachperson im Universitätsspital Basel lässt sich impfen. Diese tiefe Zahl erstaunt, grassiert doch gerade eine Grippewelle in der Region.

Gute Hygiene statt Impfung

Anja Ulrich, Leiterin des Pflegepersonals im Basler Unispital, nennt als Hauptgrund, dass viele ihrer Angestellten die Impfung als weniger wichtig erachten als gute Hygiene bei ihrer Arbeit. «Viele glauben, es ist wichtiger, eine Maske zu tragen und sich häufig die Hände zu waschen.»

Ein wichtiger Faktor ist die Team-Kultur.
Autor: Anja UlrichLeiterin Pflegepersonal Unispital Basel

Auffällig ist allerdings, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Abteilungen im Spital sehr hoch sind. In einigen Teams liege die Impfquote bei rund 70 Prozent, sagt Ulrich. «Ein wichtiger Faktor ist die Team-Kultur». Entscheidend sei, dass die Teamleiter eine positive Diskussion über die Vor- und Nachteile einer Grippe-Impfung fördern. Kontraproduktiv sei hingegen, wenn die Angestellten unter Druck gesetzt würden.

Unter dem Strich seien es verschiedene Faktoren, die einen Einfluss darauf haben, ob sich das Pflegepersonal impfen lässt. Welche Gründe dafür entscheidend sind, möchte das Unispital nun in einer Studie ermitteln: «Mit den Erkenntnissen möchten dann wir ein Programm zusammenstellen, um die Impfquote zu erhöhen.»

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