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Mehr Zeit für die Kinder
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 23.10.2019. Bild: Keystone
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Grosser Rat Basel-Stadt soll Elternzeit einführen

Das Kantonsparlament hat einen Vorstoss der SP knapp an die Regierung überwiesen.

Die Motion zweier SP-Grossrätinnen fordert im Kanton Basel-Stadt eine Elternzeit nach den Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für Familienfragen. Demnach soll der Stadtkanton zu den heute bereits bestehenden 14 Wochen Mutterschaftsurlaub 24 Wochen bezahlte Elternzeit einzuführen.

Von den 24 Wochen soll der Vater acht Wochen beziehen, die verbleibenden 16 Wochen sollen die Eltern frei unter sich aufteilen können. Die Elternzeit kann zwischen der Geburt und der Einschulung des Kindes bezogen werden können. Die Motion wurde vom Grossen Rat am Mittwoch mit 50 gegen 47 Stimmen an die Regierung zur Berichterstattung überwiesen.

Regierung hat zwei Jahre Zeit

Für eine Elternzeit votierten neben der SP das Grüne Bündnis und die GLP. Eine Elternzeit stärke die psychische und physische Gesundheit der Mütter, hiess es seitens der Befürwortenden. Zudem sehe es auf Bundesebene nicht danach aus, dass eine Elternzeit eine Chance habe. Man solle als progressiver Kanton in dieser Angelegenheit vorwärts machen, sagte eine SP-Grossrätin.

Dagegen waren FDP, SVP, CVP und EVP. Es sei nicht Aufgabe des Kantons, eine Elternzeit einzuführen. Ausserdem sei auf nationaler Ebene ein Vaterschaftsurlaub von zwei Wochen in Planung.Die Basler Regierung hat nun zwei Jahre Zeit, Stellung zur Motion zu nehmen und allenfalls Antrag auf Umsetzung zu stellen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld, wer hat soviel Pinkepinke...?
    1. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Das spielt keine Rolle. Vermutlich der Staat, der Steuerzahler, mit anderen Worten: Sie und ich, so Sie ebenfalls regelmäsig eine Steuererklärung wahrheitsgetreu ausfüllen.
      Nun ja, es wird wohl noch länger dauern bis sich die beiden Basel wiedervereinigen...