Grosses Polizeiaufgebot verhindert Demonstration in Basel

Aufgrund eines Aufrufs zu einer unbewilligten Demonstration hat die Polizei am Freitagabend in der Basler Innerstadt mehrere Personenkontrollen durchgeführt. Vereinzelt wurden Personen von der Polizei zur genaueren Abklärung der Identität mitgenommen.

Viele Polizistinnen und Polizisten auf dem Barfüsserplatz. Im Vordergrund steht einer mit einer Kamera auf einem Einbeinstativ. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Polizistinnen und Polizisten aus den Kantonen Bern, Aargau, Solothurn und den beiden Basel standen im Einsatz. SRF

Die Polizei war am Abend mit einem Grossaufgebot in der Innerstadt präsent. Aufgeboten wurden Polizistinnen und Polizisten aus verschiedenen Kantonen, wie ein Sprecher des Basler Justiz- und Sicherheitsdepartements vor Ort auf dem Barfüsserplatz sagte. Eine Demonstration war in der Innerstadt zunächst nicht festzustellen.

Die unbewilligte Aktion sollte sich gegen Verhaftungen im Umfeld von Ausschreitungen anlässlich einer Demonstration im Juni richten. Bei Krawallen waren damals zahlreiche Scheiben eingeschlagen worden. Zwei Polizisten sowie eine Demonstrantin wurden verletzt.

Inhaftierte teils wieder auf freiem Fuss

Nach den Ausschreitungen waren damals zunächst acht Frauen und Männer in Untersuchungshaft. Gemäss Peter Gill, Sprecher der Staatsanwaltschaft, befinden sich weiterhin vier Personen in Untersuchungshaft. Die andern hatten sich mittels einer Haftbeschwerde gewehrt und seien aufgrund eines Gerichtsbeschlusses frei gekommen, so Gill.

Die Demonstration vom Freitagabend, die nicht stattgefunden hat, hätte sich gegen die Untersuchungshaft derjenigen gerichtet, die sich noch immer im Gefängnis befinden. Angesagt gewesen war eine Demonstration gegen Repression.