Zum Inhalt springen

Header

Abstimmungskampf um die Grünfläche auf dem Bruderholz.
Legende: Abstimmungskampf um die Grünfläche auf dem Bruderholz. SRF
Inhalt

Basel Baselland Grüne und SVP sind im gleichen Boot gegen den Basler Zonenplan

Keine neue Wohnsiedlung auf dem Bruderholz und keine Hochhäuser beim Rankhof - dies fordert eine Allianz von linken und rechten Parteien sowie von Umweltverbänden und Quartiervertretern. Über diese sogenannten Stadtrandentwicklungen Süd und Ost stimmt die Basler Bevölkerung am 28. September ab.

Die Abstimmung steht ein wenig im Schatten der Fusionsfrage, über die ebenfalls am 28. September entschieden wird. Doch sie dürfte für die Zukunft des Kantons Basel-Stadt ebenfalls wegweisend sei. Bei den zwei Vorlagen zur Stadtrandentwicklung Süd und zur Stadtrandentwicklung Ost geht es nämlich um die Frage, ob es wichtiger ist, Wohnungen zu bauen oder Grünflächen zu erhalten.

Nachdem die Befürworter ihre Argumente vor zwei Wochen dargelegt haben, stellten am Mittwoch die Gegner ihre Kampagne den Medien vor.

Jost Müller vom WWF betont, die zwei Vorhaben würden den «grünen Gürtel» rund um Basel beeinträchtigen. Dabei würden auch geschützte Tierarten gefährdet. SVP-Grossrat Lorenz Nägelin fordert, dass man im Kanton Basel-Stadt lieber bereits überbaute Flächen verdichten sollte, bevor grüne Flächen zubetoniert würden.

Kritik an rot-grüner Regierung aus eigenen Reihen

«Die Regierung macht es sich zu einfach, wenn sie Grünflächen überbaut», kritisiert auch der grüne Grossrat Thomas Grossenbacher. «Das ist kein Umdenken.» Stattdessen solle die Entwicklung von Arealen wie dem Dreispitz oder der Erlenmatt voran getrieben werden, fordert er. «Und man könnte neue Modelle fördern, zum Beispiel, dass Kleingrundbesitzer vermehrt Mehrgenerationenhäuser realisieren.»

Es gehe ihnen nicht darum, dass Basel nicht mehr wachsen dürfe, sondern darum, wie und wo das Wachstum geschehe. «Diese Grünflächen sind wichtige Naherholungsgebiete, von denen viele Menschen profitieren», so Lorenz Nägelin. Würde man die Gebiete überbauen, so würden sie nur einem kleinen Teil der Stadtbevölkerung dienen.

Luxuswohnungen statt bezahlbarer Wohnraum

Patrizia Berasconi von der Linkspartei Basta betonte weniger die ökologischen Aspekte, sondern die sozialen. «Man muss sich nur anschauen, welcher Wohnraum bisher auf dem Bruderholz gebaut worden ist. Auch in Zukunft werden sicherlich keine bezahlbaren Wohnungen gebaut, sondern Luxuswohnungen.» Und auch die Hochhäuser, die am Stadtrand Richtung Riehen entstehen sollen, seien nicht für Familien und Mittelständische geeignet. «Hochhäuser sind wegen ihrer Bauweise kostenintensiv, die Wohnungen sind deshalb sicherlich nicht günstig», kritisiert Bernasconi.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Hochuli , Reinach BL
    Wer zusammen ins Lotterbett steigt ist egal, die Hauptsache ist doch, dass das Naherholungsgebiet Bruderholz geschützt wird und nicht verbaut werden darf. Liebe Basler wehrt Euch, es ist das letzte freie Gebiet das ihr habt.
  • Kommentar von Nic Basler , Basel
    Es ist schon erstaunlich wer aus irgendwelchen taktischen Winkelzügen miteinander ins politische Lotterbett steigt. Echtes Dreamteam.
  • Kommentar von H. Frühling , Bern / Zürich
    Kann das sein? Die SVP ist lernfähig und wird grün? Nicht gerade rot, aber doch immerhin grün!