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Basel Baselland «Grüne Wüste» bedroht Baselbieter Bienen

Die Imker in der Region Basel haben ein Problem: Bauern und Private mähen ihre Wiesen so oft, dass die Bienen kaum noch Nahrung finden. Schwache Bienen sind anfälliger für Krankheiten wie beispielsweise die Krankheit Sauerbrut, die zur Zeit in zwei Baselbieter Gemeinden wütet.

Biene fliegt zu einer Kirschbaumblüte.
Legende: Kaum ist die Kirschblüten-Zeit vorbei, müssen die Bienen darben. Keystone

Derzeit wütet im Baselbiet eine bakterielle Bienenkrankheit, die grosses Aufsehen erregt: die Sauerbrut. Um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, wurden die zwei betroffenen Gemeinden, Diegten und Oberdorf, zu Sperrzonen erklärt.

Krankheiten verbreiten sich vermehrt dann, wenn die Bienen zu wenig Nahrung finden und schwach werden. Auch deshalb ist Marcel Strub von der Bienenfachstelle Baselland, Basel-Stadt und Solothurn besorgt wegen der so genannten «grünen Wüste».

Mit «grüne Wüste» sind Wiesen gemeint, die oft gemäht werden. Auf diesen Wiesen wachsen kaum mehr Blumen. «Früher mähte ein Bauer seine Wiesen drei bis viermal pro Saison», sagt Marcel Strub. Heute würden sie doppelt so oft geschnitten. Ein Problem seien auch Rasenmäh-Roboter in Privatgärten. Diese Entwicklung habe verheerende Folgen für die 6500 Bienenvölker in der Region. Diese fänden kaum mehr Nahrung und seien deswegen auch anfälliger auf die Sauerbrut.

(Regionaljournal Basel, 06:32 Uhr)

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