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Günstiger Wohnraum Basler Genossenschaften starten Kampagne

Mit Flyern und einem Video wollen die Wohngenossenschaften Hausbesitzer dafür gewinnen, ihr Haus an sie zu verkaufen.

Legende: Video Kampagne für günstigen Wohnraum abspielen. Laufzeit 03:16 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 07.11.2018.

Das Ziel sei, dass die Besitzer ihre Häuser «mit warmen Händen» weitergeben, wie es der Präsident der Wohnbaugenossenschaften Nordwestschweiz, Jörg Vitelli sagt. Damit gemeint ist, dass sie ihr Erbe vor dem Tod organisieren sollen. Häufig sei dies nämlich der Grund, warum Häuser schlussendlich auf dem Markt landen und nicht bei einer Genossenschaft.

«Die Erben verkaufen das Haus dann an den Höchstbietenden. Das hat zur Folge, dass es teure Renovationen gibt, die Mieter ausziehen müssen und der günstige Wohnraum fehlt», fasst Vitelli zusammen. Sein Plan: Die Besitzer sollen frühestmöglich mit dem Thema Wohnbaugenossenschaft in Kontakt kommen. Dazu hat der Verband Flyer hergestellt und in einem Video werden die Vorteile erklärt.

Mithilfe der Mieter erwünscht

Mithelfen sollen aber auch die Mieterinnen und Mieter. «Sie merken oft zuerst, dass ihr Haus zum Verkauf steht oder ob es dem Besitzer oder der Besitzerin nicht mehr gut geht», so Vitelli. Im Idealfall könnten sie mit dem Eigentümer reden und ihn von der Idee einer Genossenschaft überzeugen.

Vorurteile bei Hausbesitzern

Bei einigen Beispielen in Basel habe dies bereits funktioniert. Und in einigen, wenn auch wenigen Fällen, seien die Besitzer sogar selber auf den Verband zugekommen. Zum Beispiel beim Haus an der Kraftstrasse 11 in Basel. Dort haben drei Ehepaare ihr Haus einer Genossenschaft verkauft.

«Das ist aber die Ausnahme», sagt Vitelli. Denn viele Hausbesitzer hätten immer noch Vorurteile gegenüber Genossenschaften. Zum Beispiel, was den Preis anbelangt. «Wir zahlen faire, marktübliche Preise», sagt Ivo Balmer von der Genossenschaft Mietshäuser Syndikat. «Ausserdem sorgen wir dafür, dass das Haus gut in Schuss gehalten wird, ohne dass die Mietpreise steigen.» Bleibt die Frage, ob dies reicht, um die Hausbesitzer umzustimmen.

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