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Legende: Audio Fall von möglicher sexueller Belästigung an Uni abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
01:51 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 14.12.2018.
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Heikle Affäre Fall von möglicher sexueller Belästigung an Uni Basel

Die Universität hat eine Untersuchung gegen einen Professor abgeschlossen. Dieser gibt nun seine Leitungsfunktionen ab.

Es ist ein heisses Eisen: Ein Professor der Universität Basel hat möglicherweise eine junge Frau sexuell belästigt. Dieser Fall ist derart heikel, dass die Universität nur schriftlich Auskunft gibt - in einem Statement voller juristischer Formulierungen. Die Uni bestätigt zwar einen Vorfall, gibt aber keine Details bekannt. In der Stellungnahme heisst es: «Im Frühjahr wurde der Universität angezeigt, dass womöglich ein Verstoss gegen das Reglement über den Schutz vor sexueller Belästigung vorliege.»

Massnahmen bereits umgesetzt

Die Uni setzte daraufhin eine externe Expertin ein, eine Juristin, die bei solchen Fällen immer beigezogen wird. Sie machte eine Untersuchung und sprach mit den Direktbetroffenen - also dem möglichen Opfer und dem möglichen Täter. Die Expertin liess dem Rektorat im Herbst einen Bericht zukommen sowie eine Empfehlung. Das Rektorat der Uni übernahm die Empfehlungen. In der Stellungnahme der Uni heisst es: «Die vom Rektorat beschlossene Massnahme wurde umgesetzt.» Was für eine Massnahme das ist, kommuniziert die Universität nicht. Die Angelegenheit sei «bereinigt und abgeschlossen.»

Alle Leistungsfunktionen abgegeben

Der betroffene Uni-Professor, dessen Name aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes hier nicht genannt wird, gab dem «Regionaljournal» Auskunft. Er sagt: Er bedauere das Geschehene, er selber habe Fehler gemacht. Was genau geschehen ist, sagt er nicht. Aber: Er habe von der Uni eine schriftliche Abmahnung erhalten. Zudem habe er selber Konsequenzen gezogen. Er arbeite zwar weiter für die Uni, habe aber alle Leitungsfunktionen abgegeben.

Dass der Professor weiter an der Uni arbeiten darf, deutet darauf hin, dass die Uni das Vergehen als nicht allzu schwer taxiert. Nach Informationen des «Regionaljournal» stand das mutmassliche Opfer in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Professor.

Stärker sensibilisiert

Im betroffenen Fachbereich, in dem der Professor tätig ist, sagen Mitarbeiter: Der Fall habe dazu geführt, dass alle, Studierende und Unterrichtende, nun stärker sensibilisiert seien für die Thematik der sexuellen Belästigung.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)

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