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Im Historischen Museum Basel schwelt ein Konflikt zwischen Direktion und Mitarbeitenden.
abspielen. Laufzeit 02:28 Minuten.
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Historisches Museum Streit um Baslerdybli

Zwei Wochen nach der Vorstellung der externen Betriebsanalyse zum Historischen Museum Basel droht ein Konflikt zwischen Museumsdirektion und Mitarbeitenden zu eskalieren. Heute hat die Museumskommission in einem internen Schreiben zur Ruhe gemahnt und dem Direktor den Rücken gestärkt.

Chronologie eines sich zuspitzenden Konfliktes:

  • Vor 2 Wochen veröffentlicht das Präsidialdepartement zusammen mit dem Direktor eine externe Betriebsanalyse. Bei der Vorstellung sagt der Direktor, um die mangelhafte Inventarisierung im Museum zu illustrieren, es sei nicht gut, wenn man ein Baslerdybli in den Beständen drei Tage lang suchen müsse, bis man es gefunden habe.
  • Medien zitieren Fehlmann anderntags mit den Sätzen: «Ich weiss zwar, dass wir ein Baslerdybli in unseren Beständen haben. Wo ich danach suchen soll, weiss ich hingegen nicht.»
  • Am 14. September beklagen Mitarbeitende des Historischen Museums in der Basler Zeitung in der Rubrik «Einspruch» die «grotesken Aussagen über die Unauffindbarkeit von Objekten». Unterschrieben ist der Artikel mit «Team des Historischen Museums»
  • Am 17. September schreibt die Basler Zeitung: «Kuratorin verstrickt sich in Widersprüche» und kritisiert diese für ihre Aussagen im «Einspruch»
  • Am 18. September verschickt das Historische Museum eine Medienmitteilung, in welcher steht «Die Geschäftsleitung des Historischen Museums steht hinter den Mitarbeitenden». Und: Die beiden Baslerdybli seien «nach allen Regeln der Inventarisierung erfasst und jederzeit identifizier- und auffindbar».
  • Am 19. September mischt sich zusätzlich die Museumskommission ein und verschickt einen Aufruf an die Mitarbeitenden, in welchem sie explizit Direktor Marc Fehlmann den Rücken stärkt. Sie schreibt, der Direktor habe einen «ausgezeichneten, überregionalen Ruf» und habe diesen «auch in Basel mit hervorragender Arbeit bestätigt». Gleichentags erfährt das Regionaljournal, dass der Direktor zur Zeit zuhause sei. Er sei krank, heisst es beim Museum, krankgeschrieben sagen andere Quellen.
  • Die Museumskommission erachtet die durch den «Dybli-Gate» entstandene Situation als beunruhigend und warnt vor einem «erheblichen Eskalationspotential».

Pikant an der Situation: Am 11. Oktober wird die grosse Ausstellung «Gold & Ruhm - Geschenke für die Ewigkeit» eröffnet aus Anlass des 1000jährigen Jubiläums des Basler Münsters. Kurator und spiritus rector der Ausstellung: Direktor Marc Fehlmann.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    Es sind sicher nicht die einfachen Angestellten,die dieses
    Puff organisiert haben.Der Umgang mit dem Turn-und Sport-
    Museum ist erhellend,insbesondere zur Zeit,als Eymann für
    Bildung und Kultur zuständig war.Eine Stadt,die derart wichtige
    Sammlungen dem Zerfall überlässt,hat nicht das Recht und das Wissen,
    Kulturgüter dieser Kategorie zu verwalten.Interressanterweise werden
    sogar historische Velos,in der Velostadt Basel,dem Verfall überlassen.
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    1. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Genau, aber es sind auch nicht die verantwortlichen Kader, denn die sind ja schliesslich nur verantwortlich und absolute profis.Auch sind es nicht die Strategienentwerfer die sich nicht einigen können was eine Strategie überhaupt ist!. Nein, es ist die Putzfrau die immer wieder Unordnung in die Sammlungen bringt, oder Dächer nicht richtig abdichtet resp, Bilder vor dem Regen nicht rechtzeitig abhängt...
      Basel tickt halt eben anders!
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