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Ein Mitglied der Museumskommission kritisiert die neue Strategie als Zeitverschwendung.
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Historisches Museum Wann ist eine Strategie eine Strategie?

Das Basler Präsidialdepartement fordert vom Historischen Museum eine neue Strategie. Mitglieder der Kommission für das Historische Museum irritiert diese Forderung. Denn eine Strategie liege schon seit zwei Jahren vor.

Das Präsidialdepartement veröffentlichte vor einer guten Woche eine externe Betriebsanalyse zum Historischen Museum Basel. Dabei wurde der grosse Handlungsbedarf insbesondere bei den Depots des Museums bestätigt. Elisabeth Ackermann, Regierungspräsidentin und oberste Kulturchefin von Basel-Stadt, beauftragte das Museum gleichentags, eine neue Strategie auszuarbeiten. Mitglieder der Museumskommission äussern gegenüber dem Regionaljournal erstmals Kritik an diesem Auftrag. Tobit Schäfer, Kommissionsmitglied und langjähriger GPK-Präsident des Grossen Rats, sagt dazu: «Als ich das hörte, war ich sehr irritiert. Unser Museumsdirektor hat bereits vor zwei Jahren eine solche Strategie formuliert.»

«Das ist keine Strategie»

Tobit Schäfer ärgert nicht nur, dass die vorliegende Strategie nicht als Strategie anerkannt wird, sondern auch, dass damit wichtige Zeit verloren gehe, welche das Museum nicht habe: «Man beschäftigt jetzt unseren Direktor damit, ein neues Papier zu schreiben. Aber alles weitere Aufschieben wird die Situation nur verschlechtern.» Konfrontiert mit dieser Kritik sagt Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann: «Das, was vorliegt, ist keine Strategie. Das war eine Auslegeordnung des neuen Direktors. Es braucht jetzt eine richtige Strategie.»

Museumsdirektor Marc Fehlmann muss sich dem präsidialen Machtwort beugen. Immerhin ist Ackermann seine oberste Chefin. Er sagte anlässlich der Präsentation der Betriebsanalyse zu diesem Auftrag: «Die Strategie, die ich ja schon 2017 formuliert hatte, ist einfach nicht offiziell. Jetzt formulieren wir sie so um, dass man sie offiziell lesen und absegnen kann.»

Man darf gespannt sein, wie viel sich durch diese Umformulierung an der bereits formulierten Strategie ändern wird. Urs D. Gloor, Präsident der Museumskommission, sagt jedenfalls: «Man kann die Strategie sicher noch klarer formulieren, so dass sie für jedermann verständlich ist. Ich sehe aber nicht, dass es unbedingt ein anderes Ergebnis geben muss als es heute ist.»

Wer soll am Strategieprozess beteiligt sein?

Jetzt geht es darum, die neue Strategie zu definieren. Eine Strategie, die am Ende vom Regierungsrat abgesegnet werden muss. Doch wer am Strategieprozess beteiligt sein soll, darüber herrschen unterschiedliche Auffassungen. Für die Museumskommission ist klar, dass es in der Kompetenz von Museumsdirektion und -kommission ist, die neue Strategie zu formulieren. «Das Präsidialdepartement hat dabei keine Stimme», sagt Kommissionspräsident Gloor klar. Elisabeth Ackermann hingegen sagt, an der Erarbeitung der Strategie werde auch die Abteilung Kultur des Präsidialdepartements beteiligt sein.

Treffen zwischen Ackermann und Kommission

Es gibt also einigen Klärungsbedarf. Nächste Woche wird sich die Museumskommission mit der Regierungspräsidentin treffen. Dabei geht es laut Kommissionspräsident Urs D. Gloor auch darum, Museumsdirektor Marc Fehlmann den Rücken zu stärken.

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