Universität Basel Höhere Gebühren für ausländische Studierende?

Die Universität Basel muss sparen und höhere Einnahmen generieren. In diesem Zusammenhang denkt die Uni-Leitung daran, ausländische Studierende mehr zur Kasse zu bitten. Die Universität Basel müsste sich bei der Festlegung der Gebühren aber an anderen Universitäten in Europa orientieren.


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Bildlegende: Ueli Vischer, Präsident Unirat und Andrea Schenker, Rektorin der Universtität Basel. zVg

Die Universität Basel steht unter Druck. Die Baselbieter Regierung will ihre Beiträge an die Universität um jährlich 25 Millionen Franken reduzieren. Der Baselbieter FDP reicht dieser Betrag aber nicht: Mit politischen Vorstössen will sie erreichen, dass die Universität Basel jährlich 100 Millionen Franken spart. Ihre Forderung stützt die Partei mit einer eigenen Studie.

Die Universität will Planungssicherheit

Bisher schwieg die Leitung der Universität Basel zu den diversen Sparforderungen. Ueli Vischer, der Präsident des Unirates, sagt jetzt jedoch gegenüber dem Regionaljournal Basel: «Es ist klar, dass wir sparen müssen.» Aus diesem Grund habe die Universität bereits im Herbst 2016 eigene Sparvorschläge ausgearbeitet und diese den Regierungen beider Basel vorgelegt: «Um Planungssicherheit zu bekommen, müssen die Regierungen nun aber vorwärts machen.»

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Studiengebühren Schweiz

Angaben pro Semester:

  • ETH Zürich: 580 Franken
  • Uni Fribourg: 655 Franken
  • Uni Bern: 750 Franken
  • Uni Basel: 850 Franken

Ueli Vischer verrät nicht, wie die Sparvorschläge der Universität konkret aussehen. Auch sagt er nicht, um welche Summe es sich handelt. Eine Ausnahme macht er aber: «Wir überlegen uns ernsthaft, die Studiengebühren für internationale Studentinnen und Studenten zu erhöhen.» Die Höhe der möglichen Erhöhung stehe noch nicht fest.

Schliessung ganzer Fakultäten ist und bleibt ein Tabu

Rektorin Andrea Schenker wehrt sich vehement gegen die Forderung, ganze Fakultäten zu schliessen: «Wenn wir durch die Schliessung Geld sparen wollen, dann müssen wir teure Fakultäten schliessen.» Betroffen wären der Life-Science-Bereich oder die medizinische Fakultät. «Das sind unsere Filet-Stücke» meint Schenker.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)