Im Baselbiet wird die bürgerliche Allianz strapaziert

Im Alleingang bekämpft die Baselbieter SVP den 80-Millionen Deal mit Basel-Stadt. Doch eigentlich versprachen sich die bürgerlichen Parteien unlängst eine engere Zusammenarbeit bei wichtigen Anliegen, die Rede war von der bürgerlichen Allianz, nicht nur bei Wahlen, sondern auch bei Sachgeschäften.

Oskar Kämpfer steht neben verschiedenen Wahlplakaten und schaut in die Ferne. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Oskar Kämpfer und seine SVP sind bei Wahlen Teil der Bürgerlichen Allianz, gehen aber in Sachgeschäften oft eigenen Weg. Keystone

Es war im Sommer 2014, als sich die bürgerlichen Parteien das Ja-Wort zur bürgerlichen Allianz gaben, zu einer Allianz, die über die Wahlen hinaus gelten soll, also auch bei Sachgeschäften. Doch ausgerechnet bei einem der wichtigsten Geschäfte greift diese Allianz nicht. Im Alleingang und ohne Absprache mit den Allianzpartnern ergreift die SVP das Referendum gegen die Sanierung der Pensionskasse der Universität Basel. Weil diese Sanierung eine der Bedingungen für den 80-Millionen-Deal mit Basel-Stadt ist, bekämpft sie indirekt auch diesen.

Allianzpartner scheitern an SVP

Die Allianzpartner hätten versucht, die SVP ins Boot zu holen, sagen sowohl die FDP-Präsidentin Christine Frey wie auch der CVP-Präsident Marc Scherrer. Doch vergeblich.

«Wir führen regelmässig Gespräche, doch die Parteien müssen trotz der Allianz eigenständig bleiben», sagt Christine Frey. Auch Marc Scherrer habe viele Telefongespräche mit der SVP-Leitung geführt, ohne Erfolg. Trotzdem bleibe aber die SVP ein verlässlicher Allianzpartner, betont Scherrer.

Klärung soll eine Aussprache bringen, bestätigt Marc Scherrer. Man wolle schauen, wie solches in Zukunft vermieden werden könnte.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)