Immer weniger Bauernhöfe im Baselbiet

Seit Jahren befindet sich die Landwirtschaft in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Davon betroffen sind auch Baselbieter Bauernhöfe. Rund ein Viertel der Bauernbetriebe sind in den letzten zwanzig Jahren verschwunden. Vor allem kleinere Betriebe können sich kaum noch halten.

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Bildlegende: Rund ein Viertel der Bauern musste ihre Höfe im Baselbiet sind in den letzten zwanzig Jahren aufgeben. Keystone

Noch vor zwanzig Jahren zählte man über 1'200 Bauernbetriebe im Kanton Basel-Landschaft. Im letzten Jahr waren es nur noch 936. Dies zeigen die neusten Zahlen des Statistischen Amtes Baselland. Und was dabei besonders auffällt:

Es sind vor allem kleinere Bauernbetriebe, die aufgeben müssen. Pascal Simon von Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain führt das auf mangelnde Rentabilität zurück: «In der Landwirtschaft können Bauern mit grösseren Anbauflächen kostengünstiger produzieren. Kleinere Betriebe verschwinden deswegen.»

Von dieser Entwicklung profitieren Betriebe, die so zu neuem Land kommen und so wachsen können, denn die landwirtschaftlich genutzten Flächen in der Region sind im gleichen Zeitraum kaum zurückgegangen.

Immerhin: Allzu tragisch ist diese Entwicklung für die betroffenen Bauern in der Region nicht. Denn da die Wirtschaft in der Nordwestschweiz brummt, finden die meisten von ihnen bald eine neue Stelle. Pascal Simon: «Wenn diese Bauern nicht schon im Rentenalter sind, finden alle eine Arbeit. Sie können weiter in ihrem Wohnhaus wohnen, nur ihr Land bewirtschaftet jemand anderes.»

«  Die meisten Bauern finden wieder eine Stelle, es sei denn, sie sind schon im Rentenalter. »

Pascal Simon
Landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain

Unter dem Strich allerdings gehen der Landwirtschaft so über die Jahre Stellen verloren. Bei den Vollzeitstellen haben sich die Stellen in den letzten Jahren sogar fast halbiert. Neueinsteiger haben es deshalb besonders schwer, eine Stelle in der Landwirtschaft zu finden.

(Regionaljournal Basel, 06.32 Uhr)