Immer wieder Neues zu tun auf der «Ewigen Baustelle» Münster

Die Basler Münsterbauhütte lud dieses Wochenende zum Tag der offenen Tür. Bis Samstag 16 Uhr konnte man den Steinmetzen bei ihrer Arbeit über die Schultern sehen. Für Hüttenmeister Ramon Keller ist die Arbeit an der «Ewigen Baustelle» fasinierend durch die Verbindung mit der Geschichte des Münsters.

Halbtotale mit Steinmetz Gysin, Gipsabguss der Petrus-Statue, Original-Statue und Hüttenmeister Keller. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Steinmetz Jonas Gysin und Hüttenmeister Ramon Keller zeigen den Gipsabguss und die originale Petrus-Statue. SRF

Die Basler Münsterbauhütte veranstaltete am 28. und 29. März einen Tag der offenen Tür. Dabei konnte man den Steinmetzen bei ihrer Arbeit an einzelnen Bauteilen des Münsters zusehen und sich auch selbst im Behauen von Sandstein-Stücken versuchen.

Hüttenmeister Ramon Keller sagt, man öffne die Bauhütte dem Publikum sporadisch. Jetzt sei eine gute Gelegenheit, weil an den Münstertürmen gerade keine Gerüste hängen würden und sich Interessierte fragen würden - was machen die Steinmetze denn, wenn das Münster ohne Gerüst sei.

Originale Petrus-Statue von 1890 von Nahem zu sehen

Zudem habe man ein besonders spektakuläres Kunstwerk in Arbeit: «Wir restaurieren die Statue des Petrus von der Westfassade. Dies ist eine Originalstatue aus dem 19. Jahrhundert.» erklärt Keller im «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Ramon Keller, der bereits seine Steinmetz-Lehre in der Münsterbauhütte absolvierte, arbeitet immer noch mit grosser Freude an der Münsterbauhütte. «Klar, es ist eine ewige Baustelle, die als Ganzes nie abgeschlossen ist. Aber jede Teil-Arbeit am Münster findet natürlich einen Abschluss und wir können uns etwas Neuem zuwenden.»