In den Basler Schulen fehlen Heilpädagogen

Die Basler Primarschulen haben Mühe, genügend Heilpädagoginnen und Heilpädagogen zu finden. Deshalb übernehmen auch Lehrpersonen, die noch in der Ausbildung sind, die Unterrichtsstunden.

Eine blonde Frau mit Brille neben einem Schüler. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Basler Primar- und Sekundarschulen hat es zu wenig Heilpädagoginnen und Heilpädagogen. Keystone

Für insgesamt 28 Schulstunden fehlen in den Basler Primarschulen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen. Einerseits seien die Schülerzahlen gestiegen, heisst es beim Basler Erziehungsdepartement. Andererseits würden seit der Umstellung auf das integrative Schulsystem auch mehr Heilpädagoginnen benötigt.

Diesen Mangel spüren nun die Lehrpersonen, sagt Jean-Michel Héritier von der Freiwilligen Schulsynode Basel-Stadt, dem Berufsverband der Basler Lehrerinnen und Lehrer. «Wenn ich keine Heilpädagogin an meiner Seite habe, ist klar, dass ich einen Mehraufwand habe», sagt Héritier. Der Kanton versuche, diesen Mangel mit Praktikanten und Studentinnen wett zu machen. «Das ist zwar eine Unterstützung», sagt Héritier, «aber eine fachlich ausgebildete Person fehlt trotzdem».

Studenten helfen aus

Tatsächlich würden in einzelnen Fällen Studentinnen eingesetzt, die in der Ausbildung zur Heilpädagogin stehen, sagt Simon Thiriet vom Basler Erziehungsdepartement. «Das ist auch an Gymnasien Usus und wir haben noch keine negativen Rückmeldungen erhalten».

Dennoch wolle man sich in Zukunft dafür einsetzen, dass sich mehr Lehrerinnen und Lehrer zu Heilpädagogen ausbilden lassen. «Wir bieten diesen Masterstudiengang berufsbegleitend an, zum Teil auch mit Kostenbeteiligung durch die Schulen», sagt Thiriet.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)